EU-Minister entscheiden über Ausweitung von Libyen-Einsatz

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Die Ausweitung des Marineeinsatzes gegen Menschenschlepper und Waffenschmuggler vor der Küste Libyens steht bei dem EU-Außenminister-Treffen in Luxemburg ganz oben auf der Agenda. Hier Außenminister Steinmeier bei einem früheren Treffen in Luxemburg. Foto: Daniel Naupold/Archiv

Luxemburg (dpa) - Die EU-Außenminister wollen über Pläne für die Ausweitung des Marineeinsatzes gegen Menschenschlepper und Waffenschmuggler vor der Küste Libyens entscheiden.

Nach früheren Angaben der italienischen Marine könnte auf einem der EU-Schiffe kurzfristig das erste Trainingsprogramm für 100 libysche Küstenschutz-Kräfte starten. Zudem sollen europäische Soldaten künftig auch den Waffenschmuggel nach Libyen bekämpfen.

Von einer Unterstützung des Wiederaufbaus der libyschen Küstenwache erhofft sich die EU eine Eindämmung der illegalen Einwanderung aus Afrika. Durch die Überwachung des UN-Waffenembargos könnte verhindert werden, dass extremistische Gruppen in dem nordafrikanischen Land mit Rüstungsgütern beliefert werden.

Die Bundeswehr ist derzeit mit fast 400 Soldaten auf zwei Schiffen an dem "Sophia" genannten Einsatz vor der Küste Libyens beteiligt. Bisher retten sie vor allem Migranten aus Seenot. Weitere Themen des EU-Außenministertreffens sind die politische Krise in Mazedonien und die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses.

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