Drohschreiben linker Extremisten an Geraer Justiz

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Nach Drohschreiben sind die Sicherheitsvorkehrungen am Geraer Justizzentrum verschärft worden. Foto: Sebastian Kahnert

Gera (dpa) - Nach Drohschreiben gegen Polizei, Justiz und Politik sind am Geraer Justizzentrum die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden.

In anonymen Briefen hatte eine Gruppe "RAF 4.0" die Ermordung von zehn Richtern, zehn Staatsanwälten, zehn Polizisten und zehn Politikern angekündigt, wie die "Ostthüringer Zeitung" berichtete. Ein Sprecher des Justizministeriums bestätigte die Drohschreiben sowie Ermittlungen des Landeskriminalamtes.

Die Drohungen waren unter anderem an das Landgericht Gera und die dortige Staatsanwaltschaft gerichtet worden. Begründet wurden sie dem Zeitungsbericht zufolge damit, dass die Behörden bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) versagt hätten. Das Landeskriminalamt soll wegen der anonymen Schreiben eine Gefährdungsanalyse erstellt haben.

Das Terror-Trio NSU war vor vier Jahren aufgeflogen. Der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) wird für zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde verantwortlich gemacht.

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