Australier war in Syrien aktiv

Deutschland schiebt Anti-IS-Kämpfer ab

Berlin - Ein in Deutschland wegen seines Kampfeinsatzes in Syrien festgenommener Australier wird offenbar in sein Heimatland abgeschoben.

Ein Gericht habe entschieden, dass der mutmaßliche Anti-IS-Kämpfer ausgewiesen werde, teilte das australische Außenministerium am Samstag mit. Ashley Dyball soll für die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben. Australische Medien hatten berichtet, dass er festgenommen wurde, als er für eine Kampfpause nach Deutschland einreiste.

Nach Angaben Canberras kämpfen derzeit rund 110 Australier in Syrien und im Irak an der Seite extremistischer Organisationen. 45 Australier wurden in den Kriegsgebieten getötet. Neue Gesetze in Australien verbieten solche Kampfeinsätze, sei es für oder gegen den IS.

Dyball selbst hatte in einem Interview erklärt, er leiste humanitäre Hilfe in Syrien und beteilige sich an der Räumung von Landminen. Seine Familie rief ihn auf, sich seiner Abschiebung nicht zu widersetzen. "Ashley, es ist an der Zeit, dass du nach Hause kommst", erklärte die Familie in einer Mitteilung an den Sender ABC.

Alle News zum Terror des IS in Paris und den Attacken in Kalifornien finden Sie in unserem Ticker.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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