Klimawandel

Deutschland erhöht Fluthilfe für Pakistan

Überschwemmungen in Pakistan
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Familien, die in der Flut ihre Häuser verloren haben, suchen in einem Lager in der Provinz Belutschistan Zuflucht.

„Katastrophe nach der Katastrophe“: Millionen Menschen in Pakistan stehen nach den Rekordfluten vor den Trümmern ihrer Existenz. Geld aus Deutschland soll vor allem in die Infrastruktur fließen.

Augsburg - Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan sollen weitere Unterstützung aus Deutschland erhalten. Nachdem Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze kürzlich Mittel in Höhe von 13 Millionen Euro zugesagt hatte, erhöht ihr Ministerium die Hilfen nun um weitere 26 Millionen Euro, wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet. „Die Situation in Pakistan entwickelt sich zur Katastrophe nach der Katastrophe“, sagte die SPD-Politikerin und beklagte, die Überschwemmungen hätten die „Entwicklungserfolge der letzten Jahre in kürzester Zeit zunichte gemacht“.

Das Geld diene vor allem dazu, Brücken, Straßen, die Wasserversorgung und andere Infrastruktur nachhaltig wieder aufzubauen. Die Wiederaufbau-Projekte sollen zugleich Arbeit für die Menschen schaffen, die von der Flut vertrieben wurden. „Das Land steht vor schwerwiegenden und langfristigen Herausforderungen, denn Pakistan steckte bereits vor der Flut in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise“, erklärte Schulze. Deutschland stehe eng an der Seite Pakistans, „damit ein nachhaltiger Wiederaufbau gelingen kann und die Menschen besser gegen zukünftige Klimaschäden und Extremwetterereignisse abgesichert sind“.

Seit Mitte Juni leidet Pakistan unter ungewöhnlich starken Regenfällen. Nun erlebt das Land die schwersten je aufgezeichneten Fluten seiner Geschichte. Ein Drittel Pakistans steht unter Wasser, rund 1600 Menschen haben bereits ihr Leben verloren. Insgesamt sind 33 Millionen Menschen von den Fluten betroffen. dpa

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