Schutz vor sexuellen Übergriffen

Dänemark will Sex mit Tieren verbieten

Kopenhagen - Weil Tiere nicht Nein sagen können, will der dänische Landwirtschaftsminister sie mit einer Gesetzesänderung vor sexuellen Übergriffen durch Menschen schützen.

Nach dem Vorbild seiner Nachbarn will Dänemark Sex mit Tieren verbieten. Landwirtschaftsminister Dan Jörgensen kündigte am Sonntag eine Gesetzesänderung an, um Tiere vor sexuellen Übergriffen durch Menschen zu schützen. "Tiere haben ein Recht auf einen besonderen Schutz, weil sie nicht Nein sagen können", erklärte er in Kopenhagen.

Zoophilie ist in Dänemark bislang nur dann illegal, wenn das Leiden der Tiere nachgewiesen werden kann. In Deutschland, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien stehe Sex mit Tieren hingegen schon unter Strafe, erklärte Jörgensen. Dänemark dürfe nicht zum Zufluchtsort für Menschen werden, die Tiere sexuell ausbeuten, hieß es in der Erklärung des Ministers.

Ein vorheriger Anlauf zur Verschärfung des Gesetzes war im Parlament gescheitert. Der Zeitung "Ekstra Bladet" zufolge verfügt die Regierung inzwischen über die notwendige Mehrheit, einen Entwurf durchzubringen. In einer Umfrage sprachen sich kürzlich drei Viertel der Dänen für ein Verbot der Zoophilie aus.

AFP

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