Peking fordert Zurückhaltung

China warnt vor „explosiver“ Lage auf koreanischer Halbinsel

+
Chinas Außenminister Wang Yi warnte eindringlich davor, dass auf der koreanischen Halbinsel die Spannungen außer Kontrolle geraten.

Peking - Mit einer Warnung vor der „explosiven“ Lage auf der koreanischen Halbinsel hat China alle Beteiligten mit Nachdruck zur Zurückhaltung aufgerufen.

„Wenn die Spannungen außer Kontrolle geraten, wäre es eine Katastrophe für alle Parteien“, sagte Chinas Außenminister Wang Yi am Dienstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Tagung des Volkskongresses. China werde nicht untätig zusehen, wenn es zu einer Störung der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel komme.

Alle Parteien sollten Zurückhaltung zeigen, um zu vermeiden, dass sich die Lage weiter verschärfe. Das sehe auch die neue UN-Resolution nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest vor. Sanktionen seien nur ein notwendiges Mittel, sagte Wang Yi. Die Resolution unterstütze auch eine Verhandlungslösung über die Sechser-Gespräche mit Nordkorea, China, den USA, Südkorea, Russland und Japan, hob Wang Yi hervor. Die Gespräche sind allerdings seit 2009 eingefroren.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Nach G20-Krawallen: Gegen 49 Polizisten wird ermittelt
Nach G20-Krawallen: Gegen 49 Polizisten wird ermittelt