Grenzregion in Großbritannien droht Chaos

Brexit-Schreck: Johnsons Regierung rechnet intern mit Chaos - zwei Tage Wartezeit an der Grenze?

Boris Johnson hält eine Rede im britschen Außenministerium. Er sitzt und vor ihm steht ein Mikrofon auf dem Tisch
+
Brexit: Johnsons eigene Regierung rechnet mit Chaos an der Grenze - Bis zu zwei Tage Wartezeit?

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase rechnet die britische Regierung von Boris Johnson mit massivem Chaos. Schon ab Januar werden zwei Tage Wartezeit an der Grenze vermutet.

  • Nach Ende der Brexit-Übergangsphase* kann es zu Chaos kommen.
  • Besonders stark ist die Grenzregion Großbritanniens betroffen.
  • Selbst Boris Johnsons Regierung rechnet mit Problemen an der Grenze.

London/Kent - Bereits im Juli 2016 stimmte Großbritannien für einen Brexit, ab Januar 2021 wird dieser jetzt Wirklichkeit. Zum Jahreswechsel endet die Übergangsphase des Brexits und die britischen Behörden erwarten bereits ein erhebliches Chaos an den Grenzen. Das offenbarte jüngst ein internes Papier einer Behörde, welches der britische „Guardian“ am Dienstag veröffentlichte. Man rechne aufgrund des Brexits bereits im Januar 2021 mit Schlangen von bis zu 6500 Lastwagen an der Grenze. Besonders stark betroffen sei die Grenzregion Kent, wie aus dem vertraulichen Regierungsdokument hervorgeht.

Brexit-Schock für Kent: Regierung von Boris Johnson befürchtet zwei Tage Wartezeit an der Grenze

Bereits im Februar könnte sich die Situation an der Grenze noch einmal verschärft haben. Wegen des Brexits könnte es für Lastwagen im "Worst-Case-Szenario" bis zu zwei Tage dauern, bis sie an die Grenze vordringen. Dieses Szenario könnte unabhängig von den derzeitigen Verhandlungen stattfinden, da die Verzögerungen und Staus laut dem Dokument selbst dann entstehen können, wenn Großbritannien es noch schafft, sich mit der EU auf einen Handelspakt zu einigen.

Um das bevorstehende Chaos durch den Brexit zu minimieren, könnten Service-Stationen an den Autobahnen außerhalb Großbritanniens Abhilfe schaffen. Wie die Experten vorschlagen, könne hier den Lkw-Fahrern geholfen werden, rechtzeitig alle notwendigen Dokumente für die Kontrollen an der Grenze parat zu haben. Als Ziel für die Zeit nach dem Brexit soll ein Software-basiertes System etabliert werden, welches einen flüssigen Warenverkehr gewährleistet. Für dieses Szenario steht allerdings wohl noch viel Arbeit an: Aus dem Regierungsdokument geht hervor, dass 26 Behörden sowie 100 IT-Systeme beteiligt seien. Ab Ende November soll zudem ein Online-Ampelsystem an der britschen Grenze gestest werden.

Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU: Mögliche Grenzkontrollen notwendig?

Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU stocken momentan. Gibt es keine Einigung, könnte es Ende des Jahres für Boris Johnson zu einem harten Brexit kommen, der Zölle sowie Handelshemmnisse nach sich ziehen könnte. Allerdings wären selbst bei einer Einigung Grenzkontrollen vonnöten. Ab 2021 wäre Großbritannien nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarktes, was Kontrollen in jedem Fall notwendig machen wird. (tko) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Eklat im Bundestag: FDP-Mann erhält Applaus von der AfD - aber nicht von der eigenen Fraktion
Eklat im Bundestag: FDP-Mann erhält Applaus von der AfD - aber nicht von der eigenen Fraktion
Eklat im Bundestag: FDP-Mann erhält Applaus von der AfD - aber nicht von der eigenen Fraktion
FBI-Chef: Russische Einmischung in US-Wahlkampf wieder stark
FBI-Chef: Russische Einmischung in US-Wahlkampf wieder stark
FBI-Chef: Russische Einmischung in US-Wahlkampf wieder stark
Umfrage zu den Ängsten der Deutschen
Umfrage zu den Ängsten der Deutschen
Umfrage zu den Ängsten der Deutschen
Erste Entscheidung gefallen: Johnson geht Schritt Richtung Brexit-Eklat - und muss weiter einen Aufstand fürchten
Erste Entscheidung gefallen: Johnson geht Schritt Richtung Brexit-Eklat - und muss weiter einen Aufstand fürchten
Erste Entscheidung gefallen: Johnson geht Schritt Richtung Brexit-Eklat - und muss weiter einen Aufstand fürchten

Kommentare