Droht Frühverrentungswelle?

Bisher 50.000 Anträge auf Rente ab 63

Berlin - Für die seit Anfang Juli neu angebotene abschlagfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte sind bislang etwa 50.000 Anträge eingegangen.

Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) am Dienstag bei einem Presseseminar in Berlin mit. Vor Monatsfrist lag die Zahl der Anträge noch bei 6000.

DRV-Experten wiesen darauf hin, dass die bislang vorliegenden Anträge noch keinen verlässlichen Hinweis auf eine mögliche Frühverrentungswelle gestatten. Die Bundesregierung selber rechnet im Einführungsjahr der abschlagfreien Rente ab 63 mit etwa 240 000 „Vorziehern“. Dazu zählen aber auch jene Beschäftigte, die die Voraussetzungen für eine abschlagfreie Rente ab 63 nicht erfüllen, dennoch in Ruhestand  gehen wollen und dafür Abschläge in Kauf nehmen.

Von der Neuregelung profitiert, wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Zunächst gibt es die abschlagsfreie Rente ab 63, bis 2029 wird das Eintrittsalter aber für jeden neuen Rentnerjahrgang schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Das Modell kostet zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Wahl 2017 in den Niederlanden: Ab wann gibt es heute Ergebnisse?
Wahl 2017 in den Niederlanden: Ab wann gibt es heute Ergebnisse?
100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest