Heftige Kämpfe

Südsudan: Berlin bereitet Evakuierung Deutscher vor

+
Vergangene Woche wurde eine Pressekonferenz im Präsidentenpalast in der Hauptstadt Juba jäh durch nahe Gefechte unterbrochen.

Berlin - Angesichts heftiger Kämpfe im Südsudan sind nach Informationen der Zeitung "Die Welt" Vorbereitungen für eine mögliche Evakuierung von rund 100 bis 200 Deutschen aus dem Krisengebiet angelaufen.

In den vergangenen Tagen sei der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt (AA) zur Entwicklung im Südsudan mehrfach zusammengetreten, bestätigte eine AA-Sprecherin am Montagabend.

Die Europäische Union habe angesichts der Kämpfe rivalisierender Militäreinheiten ihre Delegation aus dem Südsudan abgezogen, berichtete das Blatt weiter. Die Mitarbeiter seien bereits am Sonntagmittag zunächst nach Nairobi ausgeflogen worden, hieß es unter Berufung auf hohe EU-Diplomaten.

In der südsudanesischen Hauptstadt Juba liefern sich Soldaten der regulären Streitkräfte mit ehemaligen Rebellen seit Tagen Gefechte. Bei den jüngsten Kämpfen, die unmittelbar vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes am 9. Juli ausbrachen, wurden zwischen Freitag und Sonntag nach Regierungsangaben in Juba etwa 270 Menschen getötet. Bewohner berichteten am Montag von schweren Angriffen mit Artillerie und Handfeuerwaffen sowie Explosionen. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind Tausende Menschen vor den neuen Gewaltausbrüchen geflohen.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Bundestagswahl 2017: Datum, Umfragen, Prognosen
Bundestagswahl 2017: Datum, Umfragen, Prognosen
#LastNightinSweden: So lästert das Netz über Trumps Rätsel-Aussage
#LastNightinSweden: So lästert das Netz über Trumps Rätsel-Aussage
Trumps Chefstratege will die USA radikal umkrempeln
Trumps Chefstratege will die USA radikal umkrempeln
Deutschlandtrend: SPD erstmals seit 2006 wieder vor der Union
Deutschlandtrend: SPD erstmals seit 2006 wieder vor der Union
Schweden und der „Vorfall“: Trump legt noch einen drauf
Schweden und der „Vorfall“: Trump legt noch einen drauf