Bangladescher in Deutschland erhalten Morddrohung

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Erst Anfang August wurde ein Blogger von radikalen Islamisten in Dhaka ermordet. Foto: Abir Abdullah

Dhaka (dpa) - Mehrere in Deutschland lebende Bangladescher haben Morddrohungen von Islamisten bekommen. Die Absender sprachen im Namen der in Bangladesch verbotenen radikalen Vereinigung Ansarullah Bangla Team.

Diese Gruppe wird für die Ermordung mehrerer Blogger und Schriftsteller in diesem Jahr verantwortlich gemacht. Der Blogger Omar Farooq Lux sagte in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur, die deutsche Polizei schütze ihn nun. Er sei in eine andere deutsche Stadt gebracht worden.

In der Droh-E-Mail werden die liberalen Autoren und Aktivsten als "Feinde des Islams" und "Ungläubige" bezeichnet. Viele von ihnen schreiben seit Jahren gegen religiösen Fundamentalismus an; mehrere bezeichnen sich in ihrem Gruppen-Blog als "Freidenker, Rationalisten, Skeptiker, Atheisten und Humanisten".

Die E-Mail enthält eine Todesliste mit 21 Namen. Neun der Bedrohten leben in England, acht in Deutschland, zwei in den USA und jeweils einer in Schweden und Kanada. In dem Text heißt es, Bangladesch solle ihnen die Staatsbürgerschaft aberkennen, andernfalls würden sie in jedem Winkel der Welt aufgespürt und abgeschlachtet.

Etwa 90 Prozent der Bewohner Bangladeschs sind Muslime. "Die Regierung muss die Rechte der Angehörigen aller Religionen und auch der Atheisten sicherstellen, damit die Demokratie in Bangladesch weiter bestehen kann", forderte Lux.

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