Mehrere Menschen verletzt

Krawall bei NPD-Demo gegen Flüchtlinge in Dresden

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Die Teilnehmer der NPD-Demonstration griffen die Gegendemonstranten an.

Dresden - Bei Ausschreitungen während einer Demonstration der rechtsextremen NPD gegen ein Zeltlager für Flüchtlinge in Dresden sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden.

Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte, mussten drei von ihnen ambulant versorgt werden. Ein Protestteilnehmer sei vorläufig festgenommen worden. Die ersten Flüchtlinge bezogen am Abend die Notunterkunft im Stadtteil Friedrichstadt.

Nach Angaben der Polizei hatten die Rechtsextremen zuvor Gegendemonstranten vor dem Zeltlager angegriffen. Es seien Flaschen und Steine geworfen worden. Die ersten Flüchtlinge erreichten am Abend das Notlager in der sächsischen Landeshauptstadt. Etwa 200 Menschen empfingen die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft am Freitag mit Applaus. Die Ankunft der Flüchtlinge verlief zunächst ohne Störungen. Eine Polizeikette drängte einige Rechtsextreme ab.

Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen sollen in den Zelten bis zu 1100 Flüchtlinge vorläufig untergebracht werden. Anwohner wurden demnach kurzfristig per Handzettel über die Errichtung des Notlagers informiert, das am Freitag vom Deutschen Rote Kreuz und dem Technische Hilfswerk aufgebaut wurde. Nach Angaben der Landesdirektion nahm Sachsen im ersten Halbjahr 10.500 Asylbewerber auf, etwa drei mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dies habe die Ausweitung der Kapazitäten zur Erstaufnahme nötig gemacht.

AFP/dpa

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