Flüchtlingsstrom aus dem Kosovo

Pro Asyl: Schnellere Asylverfahren unrealistisch

Köln - Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl kritisiert die Beschlüsse der Innenminister zu kürzeren Asylverfahren für Kosovaren als unrealistisch.

„Man kann nicht davon ausgehen, dass binnen drei Monaten in einer Sturzgeburt 350 neue Asylentscheider da sitzen werden“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Bernd Mesovic dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). Das dringend benötigte Personal müsse zunächst angeworben, gefunden und geschult werden. Die Einarbeitung dauere etwa neun Monate.

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kommen seit einiger Zeit zahlreiche Asylbewerber aus dem Kosovo an. Nach einem Beschluss der Innenminister vom Freitag sollen dort ihre Anträge nun innerhalb von zwei Wochen abgearbeitet werden. Dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mehr Personal erhalten soll, begrüßt Pro Asyl grundsätzlich: „Die Richtung stimmt“, so Mesovic.

kna

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