Aktivistin: Russland könnte Krieg in Ukraine rasch beenden

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Die russische Menschenrechtlerin Ella Poljakowa in Moskau. Foto: Ulf Mauder

Moskau (dpa) - Russland könnte im Kriegsgebiet Ostukraine aus Sicht der St. Petersburger Menschenrechtlerin Ella Poljakowa mit etwas gutem Willen schnell Frieden schaffen.

"Ohne eine Unterstützung Russlands für den Donbass wäre der Konflikt rasch beendet", sagte die 74-Jährige von der Organisation der Soldatenmütter im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Poljakowa erhält an diesem Freitag (17. Juli) den mit 25 000 Euro dotierten Hessischen Friedenspreis.

Als Mitglied des Menschenrechtsrats beim russischen Präsidenten hat die Aktivistin immer wieder die Rolle ihres Landes im Ukraine-Konflikt kritisiert. "Es wäre aber einfach, die Aufständischen in die Schranken zu weisen. Dafür muss auch nur die Grenze geschlossen werden. Dann könnte weder Militärtechnik noch Personal hin- und herbewegt werden", sagte Poljakowa.

Russland bestreitet offiziell, die Aufständischen mit Waffen und Soldaten zu versorgen. Nach Darstellung der Ukraine kämpfen im Donbass Tausende russische Soldaten an der Seite der Separatisten.

Poljakowa sprach sich für Anklagen und Strafverfahren gegen jene Russen aus, die in der Ostukraine kämpften. "Einige sind ja namentlich bekannt. Dass sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ist auch ein Zeugnis dafür, dass Russland die Kämpfe dort unterstützt", sagte die Kriegsgegnerin. 

Poljakowa beim Menschenrechtsrat des Präsidenten

Soldatenmütter

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