Erneutes Hin und Her

AfD-Bundesvorstand sagt Kassel-Treffen ab

+
Bernd Lucke und Frauke Petry von der AfD.

Berlin - Erneutes Hin und Her bei der Alternative für Deutschland: Ein für diesen Samstag in Kassel geplantes AfD-Treffen von Vertretern aus Ländern und Bundespartei ist abgesagt worden.

Der Bundesvorstand habe sich am Montag mehrheitlich gegen dieses von den Landesvorsitzenden geplante Treffen ausgesprochen, teilte Pressesprecher Christian Lüth am Montag mit. Die Absage ist ein Rückschlag für die Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Frauke Petry.

Petry, die auch AfD-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag ist, wollte bei einem Parteikonvent in Kassel eine Verschiebung des Bundesparteitags auf den September vorschlagen. Außerdem lag der Vorschlag auf dem Tisch, nicht alle Mitglieder zu diesem Parteitag einzuladen, sondern nur die Delegierten.

Machtkampf zwischen Lucke und Petry

Dieses erneute Hin und Her in der AfD ist Teil des internen Machtkampfs zwischen Petry und Parteigründer Bernd Lucke. Petry wird dabei von Vertretern des rechten Flügels unterstützt. Lucke kann auf die Unterstützung des liberal-konservativen Lagers zählen.

Nach derzeitigem Stand soll der zweitägige Bundesparteitag am 4. Juli in Essen beginnen. Eingeladen sind alle AfD-Mitglieder. Wichtigster Tagesordnungspunkt wird die Wahl eines neuen Bundesvorstands sein. Parteigründer Lucke hat nach Einschätzung einiger Beobachter bessere Chancen, zum Vorsitzenden gewählt zu werden, wenn nicht nur Delegierte abstimmen.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen