Laut Bundesinnenministerium

9915 Asylbewerber bis Juli aus Deutschland abgeschoben

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Abgelehnte Asylbewerber steigen am Baden-Airport in Rheinmünster (Baden-Württemberg) in ein Flugzeug.

Berlin - Die Zahl der Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber ist in diesem Jahr deutlich gestiegen.

Bis Juli seien insgesamt 9915 Flüchtlinge nach Ablehnung ihres Asylantrags in ihre Heimatländer zurückgeführt worden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin. Noch deutlich höher ist demnach allerdings die Zahl freiwilliger Ausreisen.

Im Gesamtjahr 2014 lag die Zahl der Abschiebungen den Angaben zufolge bei 10.884, was im laufenden Jahr deutlich überschritten werden dürfte. Das Ministerium drängte jedoch auf eine noch konsequentere Abschiebung abgelehnter Bewerber: "Wir sehen da weiteres Optimierungspotenzial", sagte der Sprecher. Die Zahl der Rückreisen müsse sich der Zahl der Ausreisepflichtigen weiter anpassen.

Die Zahl freiwilliger Ausreisen wird nicht statistisch erfasst. Laut Innenministerium reisten allerdings allein 13.574 Menschen, die zuvor Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten hatten, mit Unterstützung staatlicher Rückkehrerprogramme aus und zwar überwiegend nach Serbien und in weitere Balkan-Staaten sowie nach Russland. Die tatsächliche Zahl freiwilliger Rückkehrer dürfte aber höher sein.

Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung rund 800.000 Flüchtlinge, rund vier Mal soviel wie im vergangenen Jahr. Die Anerkennungsquote liegt derzeit bei rund 40 Prozent.

AFP

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