Viele Verletzte

Zwei Tote bei Bahnunglück nahe Mailand

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Feuerwehrleute helfen einer Frau aus einem Waggon, nach einem Zugunfall am Bahnhof von Pioltello Limito, am Rand von Mailand. Foto: Flavio Loscalzo

Dutzende Pendler sind im Regionalzug Trenord 10452 von Cremona nach Mailand unterwegs, als mehrere Waggons entgleisen. Bei dem Unglück am frühen Morgen sterben mindestens zwei Menschen.

Mailand (dpa) - Bei einem Bahnunglück in der Nähe der italienischen Großstadt Mailand sind nach ersten Medienberichten mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dies sagte an diesem Donnerstag eine Sprecherin des regionalen Gesundheitsministeriums.

Zudem seien etwa 110 Menschen verletzt worden, zehn von ihnen schwer. Mehrere Menschen seien noch in dem Wrack eingeklemmt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Rettungskräfte.

Ein Zug der Bahngesellschaft Trenord war bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleist, wie Trenord bestätigte. Der Pendlerzug mit der Nummer 10452 war um 05.30 Uhr in Cremona abgefahren und in Richtung Mailand unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor 07.00 Uhr morgens. Über die Ursache sei noch nichts bekannt, so Trenord.

Der Zug bestand aus sechs Waggons, mehrere hundert Fahrgäste waren an Bord. "Es war Pendlerzeit, der Zug war voll", sagte Chiara Abrosio von der Polizei in Mailand dem Sender SkyTG24. Die Unglücksstelle sei schwer zugänglich, berichtete Ansa. Mehrere Waggons seien entgleist.

Auf in italienischen Medien veröffentlichten Fotos waren Fahrgäste zu sehen, die vor Ort von Helfern versorgt wurden. Zwei Waggons waren in einem 90-Grad-Winkel verkeilt. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Zugverkehr auf der Lokalstrecke wurde unterbrochen. Alle in der Region verfügbaren Rettungskräfte sowie Polizisten und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unglücksort gerufen.

Im Juli 2016 waren bei einer Kollision zweier Züge in der Nähe der Stadt Bari 23 Menschen gestorben.

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