Sierra Leone

Überschwemmungskatastrophe: Zahl der Opfer auf 400 gestiegen

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Die Zahl der Opfer nach der Hochwasserkatastrophe in Sierra Leone ist auf 400 gestiegen.

Im westafrikanischen Sierra Leone ist es zu einer schweren Überschwemmungskatastrophe gekommen. Nun ist die Zahl der Opfer auf 400 gestiegen.

Freetown/Genf - Nach der Hochwasser-Katastrophe im westafrikanischen Sierra Leone ist die Zahl der Toten auf über 400 angestiegen. Weitere 600 Menschen würden noch vermisst, sagte der Generalsekretär der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IRFC), Elhadj As Sy, am Freitag in Genf. As Sy rief die internationale Gemeinschaft eindringlich auf, ihre Hilfe für den westafrikanischen Staat aufzustocken.

Das bitterarme Land sei nicht in der Lage, mit der Krise allein fertig zu werden, sagte As Sy. So gebe es in der Hauptstadt Freetown nicht genügend Unterkünfte für die Überlebenden der Katastrophe. Auch nach vier Tagen müssten sie unter freiem Himmel schlafen, berichtete er.

Alle müssten zusammenarbeiten, um die Lage in den Griff zu bekommen, forderte As Sy. Dabei gehe es auch darum, einen Ausbruch von Durchfallerkrankungen und Cholera zu verhindern, wie sie nach derartigen Katastrophen üblich seien.

Am Donnerstag begann in dem bei Freetown gelegenen Ort Waterloo die Bestattung der ersten Opfer. An ihr nahmen neben Staatschef Ernest Bai Koroma auch die Präsidentin des benachbarten Liberia, Ellen Johnson Sirleaf, teil. In Waterloo liegen auch tausende Opfer der Ebola-Epidemie 2014 und 2015.

Dreitägige schwere Regenfälle hatte am frühen Montagmorgen in der Nähe der Hauptstadt einen gigantischen Erdrutsch ausgelöst; hinzu kamen schwere Überschwemmungen, da das Abwassersystem mit den Wassermassen nicht mehr fertig wurde. Hunderte Menschen wurden unter den Schlammmassen begraben. Staatschef Koroma rief den nationalen Notstand aus und richtete einen dramatischen Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft. "Wir sind überfordert" mit der Katastrophe, gestand er am Dienstag ein.

afp

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