Nach Dauerfrost

Trotz Kältewelle: Der Winter war zu mild

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Winter in Nordrhein-Westfalen: Nur dick eingepackt hält man es in diesen Tagen aus.

Nach der Dauerkälte der vergangenen Tage kündigen Meteorologen zum Wochenende einen Wetterumschwung an. Die Aussichten für die kommenden Tage.

Offenbach - Trotz seines eisigen Endes ist der Winter 2017/2018 in Deutschland im Vergleich mild gewesen. Die Durchschnittstemperatur betrug 1,6 Grad und lag damit 1,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Eisig kalt präsentierte sich allein der Februar: In Gießen und Chemnitz beispielsweise sei bislang keine einzige Nacht in dem Monat frostfrei gewesen.

Der Winter war auch zu nass: Mit im Schnitt rund 195 Litern pro Quadratmeter überstiegen die drei Monate Dezember, Januar und Februar ihr Soll von 181 Litern um neun Prozent. Nach einem ausgesprochen trüben Beginn legte der Winter am Ende in Sachen Sonnenschein noch kräftig zu und übertraf sein Soll von 154 Sonnenstunden mit rund 170 Stunden. Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang.

Wetterumschwung in Sicht

Nachdem in der Nacht auf Dienstag auf der Zugspitze in Bayern minus 30,5 Grad gemessen wurden, kündigt sich in den kommenden Tagen ein Wetterumschwung an. Hoch „Ulrike“ macht am Wochenende wieder erste Plusgrade möglich. Ab Donnerstag wird es zunächst entlang des Rheins langsam milder, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach mitteilte. Am Sonntag sind demnach am Oberrhein sogar zweistellige Plusgrade möglich, und auch das übrige Deutschland ist den Dauerfrost los. Die Wetterumstellung bringt allerdings Niederschläge mit sich: Vom Südwesten breiten sich am Freitag Schnee und vermutlich auch Regen in Richtung Osten aus, Glatteis kann die Folge sein.

So wird das Wetter in Ihrer Region

Zuvor bleibt es eiskalt und an der Ostseeküste schneit es leicht. Die Temperaturen liegen tagsüber am Mittwoch zwischen minus neun und minus einem Grad und am Donnerstag zwischen minus sieben und null Grad. Nachts wird es mit minus vier bis minus 15 Grad wieder frostig. In windgeschützten Tälern der Alpen und Mittelgebirge kann es der Vorhersage zufolge kälter als minus 20 Grad werden. Auf Mittwoch und auf Donnerstag könnten demnach die kältesten Nächte des Winters noch anstehen. Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsbeginn.

Nicht nur für die Menschen, auch für Häuser ist die Kälte eine Herausforderung - regelmäßig sollte die Winterfestigkeit überprüft werden. 

Einige Kälte-Tipps:

WASSERLEITUNGEN sind gerade im Außenbereich die große Schwachstelle. Außenwasserhähne und Zuleitungen müssen nicht nur abgesperrt sein, das noch in den Leitungen stehende Wasser muss auch durch Öffnen des Wasserhahns abgelassen werden. Der Wasserhahn kann nach dem Schließen der Leitungen am besten zumindest etwas geöffnet bleiben.

WASSERROHRBRÜCHE drohen bei deutlichen Minusgraden vor allem im Außenbereich, aber auch im Innenbereich von Häusern. Hausbesitzer und Mieter sind hier in der Pflicht: Nicht entleerte Außenrohre können zum Wegfall des Versicherungsschutzes fallen. Das gilt auch, wenn Innenräume nicht ausreichend beheizt werden und Rohre dann bersten. Wenn sich Hausbesitzer ordnungsgemäß verhalten und dennoch Schäden eintreten, übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten am Haus. Bei beschädigtem Inventar greift die Hausratversicherung.

HEIZUNGEN sollten nun auf keinen Fall ganz abgeschaltet werden, auch nicht bei Reisen. Die Frostschutzstellung im Heizungsthermostat kann ein Hinweis sein. Aber gerade bei Rohren, die in Außenwänden verlaufen, kann die damit verbundene Temperatur nicht ausreichend sein - eine etwas höhere Temperatur ist dann auch bei Abwesenheiten sinnvoll. Bei strengen Frostperioden ist es empfehlenswert, die Räume durch Nachbarn oder Verwandte regelmäßig prüfen zu lassen - gerade bei einem Heizungsausfall droht sonst Schaden.

DÄCHER sollten vom Boden aus über eine Sichtkontrolle geprüft werden. Dabei sollte das Augenmerk darauf liegen, ob alle Dachziegel noch an Ort und Stelle liegen. Sind Ziegel verschoben, kann Wasser eindringen und Frostschäden verursachen.

FENSTER UND TÜREN sollten auf ihre Dichtigkeit geprüft und eventuell eingefettet werden. So kann verhindert werden, dass die Dichtungen porös werden. Eingefettete Türen und Fenster schließen dann weiter wasser- und winddicht.

GEHWEGE von Schnee und Eis freizuhalten ist derzeit permanente Aufgabe für Hausbesitzer und Mieter. Sie müssen dafür sorgen, dass die Wege.

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Im Winter: Darf ich den Motor warmlaufen lassen? Kältewelle kommt: Tipps gegen Frost- und andere Beulen

dpa

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