Plastiktüten, Fischernetzte, Plastikkanister

Wal strandet tot an Strand - was Wissenschaftler in seinem Magen fanden, schockiert

Im Süden Spaniens wurde ein toter Wal an Land geschwemmt. Wissenschaftler stellten später fest, dass das Tier an Unmengen von Plastik im Magen gestorben war. Wie kann der Mensch helfen?

Murcian - Ein tragischer Fund in Spanien erinnert erneut daran, wie stark unsere Weltmeere von dem produzierten Plastikmüll der Menschen betroffen sind. Ein Pottwal wurde im Süden des Landes tot an Land gespült. Für seinen Tod gibt es einen traurigen Grund: Es befanden sich rund 29 Kilogramm Plastik im Magen des Tieres.

Wie das WirtschaftsmagazinForbes berichtet, wurde der männliche Wal bereits im Februar an einer Küste in der spanischen Region Murcia gefunden. Das El Valle Wildlife Rescue Center machte daraufhin eine grausige Entdeckung im Magen des Tieres: Dort befanden sich Plastiktüten, -säcke, Fischernetzte, Seile und sogar ein Plastikkanister. Der Pottwal war völlig ausgemergelt und bereits tot, als er an Land geschwemmt wurde. Er war zuvor aufgrund des vielen Plastiks an einem Schock im Magen und weiteren Organen gestorben, da er den Müll nicht aussondern konnte.

Fünf Trillionen Plastikteile in den Weltmeeren

Vor zwei Jahren wurde ebenfalls eine Herde von insgesamt 13 toten Pottwalen an den Strand geschwemmt - alle starben aufgrund von Müll in ihren Mägen. Dass Plastik jeglicher Art unsere Meere immer mehr belastet, ist längst kein Geheimnis mehr: Studien zufolge sollen sich derzeit über fünf Trillionen Plastikteile in den Weltmeeren befinden - die Menge steigt jährlich um acht Millionen Tonnen.

Einem Bericht von euronews.de zufolge startete das Ministerium für Tourismus, Kultur und Umwelt der Region Murcia daraufhin zahlreiche Reinigungsaktionen an den Stränden, außerdem wurde in Schulen auf das wichtige Thema aufmerksam gemacht. Allgemein leiden aber nicht nur Wale unter der stetig steigenden Menge von Müll in den Meeren, sondern auch andere Meerestiere: „Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton“, heißt es auf der offiziellen Seite von WWF

Dabei könne neben der Politik und Wirtschaft auch der einzelne Bürger etwas gegen die aktuelle Situation unternehmen. Die Stiftung lädt die Menschen beispielsweise dazu ein, allgemein auf Verpackungen und Tüten aus Plastik zu verzichten oder diese wenigstens öfter zu benutzen. Insgesamt gilt: Je weniger Plastik weggeschmissen wird, desto besser.

nz

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter @OneGreenPlanet

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