Erfinder der „Körperwelten“

„Dr. Tod“ von Hagens: So möchte ich als Leiche ausgestellt werden

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Gunther von Hagens im Körperwelten-Museum.

Plastinator Gunther von Hagens (72) hat genaue Vorstellungen, wie er nach seinem Tod selbst als gehäutete Leiche in seiner umstrittenen „Körperwelten“-Schau steht.

Heidelberg - „Ich möchte mich in Begrüßungspose mit ausgestreckter rechter Hand als Ganzkörperplastinat am Eingang der Ausstellung befinden“, sagte von Hagens in Heidelberg. Der Begleittext solle lauten: „Ich war, was du bist: lebendig. Du wirst sein, was ich bin: tot. Du kannst sein, was ich bin: ein Plastinat.“

Insgesamt verlief die Pressekonferenz mit von Hagens sehr emotional - beim Plastinator flossen sogar Tränen, wie heidelberg24.de* berichtet.

In Heidelberg öffnet an diesem Donnerstag ein „Körperwelten“-Museum mit fast 20 Ganzkörperleichen und mehr als 100 Einzelteilen wie Organe. Die Schau ist seit der Premiere 1995 umstritten, Gegner sehen in den Darstellungen einen Verstoß gegen die Menschenwürde. Heimat des rund 1000 Quadratmeter großen Museums ist das Alte Hallenbad, eine private Immobilie. Die Stadtverwaltung teilte mit, sie sei grundsätzlich offen für die Schau.

Von Hagens hatte die Plastination 1977 in Heidelberg entwickelt. Es handelt sich um ein Verfahren zur Konservierung von Tierkadavern und Menschenleichen. Kunststoff ersetzt dabei Fette und Flüssigkeiten.

*heidelberg24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

dpa

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