Mehrere Tote bei Busunglück

Fataler Glätteunfall auf Frankreichs „Straße des Todes“

Der Bus musste mit einem Kran aus dem Graben geborgen werden. 
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Der Bus musste mit einem Kran aus dem Graben geborgen werden. 

Saône-et-Loire - Vor glatten Straßen wurde an diesem Wochenende häufig gewarnt, auch in Frankreich. Auf einer der gefährlichsten Routen des Landes kommen dennoch mehrere Menschen bei einem Busunfall ums Leben.

Bei einem Busunfall in Frankreich sind mindestens vier Portugiesen tödlich verunglückt. Drei Menschen waren in Lebensgefahr, darunter ein etwa zweijähriges Kind, sagte der zuständige Präfekt Gilbert Payet am Sonntag in Charolles. Beide Fahrer und die übrigen 23 Passagiere überlebten den Unfall mit leichten Verletzungen. Die Portugiesen seien auf dem Rückweg von ihrem Heimatland in die Schweiz gewesen, wo sie arbeiteten.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen nahe Charolles im Departement Saône-et-Loire bei Lyon. Den Ermittlern zufolge geriet der Bus auf die gegenüberliegende Fahrbahn, durchbrach die Leitplanke und stürzte in einen Straßengraben. Andere Fahrzeuge waren demzufolge nicht an dem Unglück beteiligt.

Wahrscheinlich war Glatteis eine der Unfallursachen

„Es war sehr glatt“, sagte die ermittelnde Staatsanwältin Karine Malara. „Die Wetterbedingungen waren an diesem Morgen sehr ungünstig.“ Es sei daher wahrscheinlich, dass Glatteis eine der Ursachen für den Unfall war. Ob es die einzige war, wisse man für den Moment noch nicht.

Der französische Wetterdienst hatte für das Departement auch am Sonntag noch eine Warnung vor Glatteis und Schnee ausgesprochen. Im Laufe des Samstags hatten entsprechende Warnungen für mehr als 30 Departements in Nord- und Ostfrankreich gegolten. Mancherorts hatte die Temperatur bei minus 13 Grad gelegen. Der französische Innenminister, Bruno Le Roux, ermahnte Autofahrer nach dem Unfall erneut zur Vorsicht auf den Straßen.

„Straße des Todes“ 

Erst im März 2016 waren zwölf Portugiesen auf derselben Nationalstraße tödlich verunglückt. Ihr Kleinbus war frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammengestoßen. Die Verbindung durch Zentralfrankreich gilt als besonders gefährlich - die Franzosen nennen sie die „Straße des Todes“. Grund für die vielen Unfälle sollen reger Verkehr, nur eine Spur pro Fahrtrichtung und ein monotoner Straßenverlauf sein.

Die Straße habe traurige Berühmtheit erlangt, räumte der Präfekt am Sonntag in Charolles ein. Das Glatteis-Risiko sei dort aber nicht höher als auf jeder anderen Straße. Allerdings: Kurz vor der Unfallstelle stehe ein Viadukt - und dort sei die Gefahr etwas größer.

afp/dpa

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