Verzweiflungstat

Mutter gesteht Entführung ihres Sohnes

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Am Donnerstag gestand die 34-Jährige die Entführung ihres Sohnes. 

Zwickau - Aus Verzweiflung über den Entzug des Sorgerechts hat eine Mutter aus Sachsen Mitte 2013 ihren sechs Jahre alten Sohn ins Ausland entführt, das gab sie jetzt vor Gericht zu. 

So ließ die 34-Jährige den Fall am Donnerstag im Zwickauer Amtsgericht von ihrem Verteidiger schildern. „Mir war klar, dass ich nach dem Gesetz etwas Unrechtes tat“, verlas der Anwalt zum Prozessauftakt die Darstellung. Die Frau habe sich nach nicht anders zu helfen gewusst. „Sie wollte Gerechtigkeit.“ Ein Gutachter hatte das Kindeswohl gefährdet gesehen. Grund sei eine Überbehütung gewesen. Der Frau wurde zudem eine psychische Störung attestiert. Ihre Beschwerde gegen den Sorgerechtsentzug war abgelehnt worden.

Die Anklage wirft der Fremdsprachenassistentin Kindesentziehung und Freiheitsberaubung vor und ihren Eltern Beihilfe. Sie sollen damals die Sozialbetreuerin festgehalten haben. Mutter und Sohn lebten ein halbes Jahr in Slowenien, ehe sich die Frau im Januar 2014 stellte. Inzwischen hat sie das Sorgerecht für den mittlerweile Achtjährigen zurück, auch der Haftbefehl ist aufgehoben. Das Urteil sollte zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

dpa

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