Für mehr Transparenz

Verbände fordern Schranken gegen Ausbreitung von Wölfen

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Wölfe stehen im Wildpark Eekholt im Gehege. Foto: Carsten Rehder/Illustration

Berlin (dpa) - Ein Bündnis aus 19 Verbänden von Tierhaltern, Jägern und Waldbesitzern sieht dringenden Handlungsbedarf gegen eine weitere Ausbreitung von Wölfen in Deutschland.

Der Schutz von Menschen müsse eindeutig Priorität haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben, heißt es in einem "Aktionsplan" der Verbände, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Für mehr Transparenz solle der bundesweite Bestand halbjährlich mit exakten Zahlen veröffentlicht werden, damit die tatsächliche Ausbreitung nicht verschleiert werde. Auszugehen sei inzwischen von mehr als 1000 Tieren in Deutschland.

Zu einem "vernünftigen Umgang mit dem Wolf" soll demnach künftig auch ein Abschuss gehören. "Es wird erforderlich sein, Wölfe zu entnehmen, die die Nähe zum Menschen suchen, Schutzmaßnahmen überwinden oder sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert haben."

Zäune um alle Weiden aufzustellen, sei nicht machbar und gesellschaftlich nicht akzeptiert. Nötig seien auch neue Regeln zu Entschädigungen für Tierhalter. Zum Bündnis gehören unter anderem der Bauernverband und Vertretungen von Schäfern, Ziegenzüchtern, Jägern und Waldbesitzern.

Seit der Jahrtausendwende vermehren sich Wölfe wieder in Deutschland, nachdem sie rund 150 Jahre hierzulande als ausgestorben galten. Die größten Populationen gibt es in Ostdeutschland und Niedersachsen. Maßnahmen gegen eine ungehinderte Ausbreitung haben auch Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben.

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