Motiv völlig unklar

Vater erstochen: Mordprozess in Verden hat begonnen

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Ein wegen Mordes angeklagter 19-Jähriger wird von Justizmitarbeitern in den Sitzungssaal des Landgerichtes in Verden gebracht. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Verden (dpa) - Weil er seinen Vater im Schlaf erstochen haben soll, muss sich ein 19-Jähriger seit diesem Mittwoch vor dem Landgericht Verden verantworten. Am ersten Verhandlungstag regte einer der drei Verteidiger an, den Angeklagten möglichst schnell psychiatrisch zu untersuchen.

Das Motiv der Tat sei noch völlig unklar. "Er hat letztlich den getötet, den er auch geliebt hat. Das was dahinter steht, muss man aufklären." Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters sagte der Angeklagte, er sei bereit mit der psychiatrische Sachverständigen zu reden.

Laut Anklage soll der junge Deutsche am Vatertag Ende Mai ins elterliche Schlafzimmer im niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck gegangen sein und seinem dort schlafenden Vater ein Messer in den Hals gerammt haben. Als der blutende Vater sich aufrichtete, soll der Angeklagte weiter auf den Mann eingestochen haben. Der 58-Jährige starb am Tatort. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Die Verteidigung sagte zu Beginn des Prozesses, dass es an der Täterschaft keine Zweifel gebe. Ob sich der Angeklagte selbst zur Tat äußern wird, war zunächst unklar.

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