Unfassbarer Vorfall

Junge (7) von Kampfhunden zerfleischt - 15 Zeugen sehen zu

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Hier kam es laut Medienberichten zu dem furchtbaren Hundeangriff.

Ein sieben Jahre alter Junge verschafft sich Zutritt zu einem abgezäunten Hunde-Gehege. Kurz daraufhin beobachten 15 Menschen, wie zwei Hunde das Kind attackieren - bis es tot ist. 

Lowell - Vergangenen Samstag ereignete sich in Lowell im US-Bundesstaat Massachusetts eine schreckliche Tragödie: Ein Siebenjähriger war mit anderen Kindern draußen, um zu spielen, als er sich Zugang zu einem abgezäunten Gartenbereich in seiner Nachbarschaft verschaffte. Wie Boston Globe berichtet, befanden sich in diesem Garten-Abteil zwei äußerst aggressive Kampfhunde - Pitbulls. 

Nachbarn sollen kurz danach, gegen 18 Uhr abends, laute Schreie vernommen haben, worauf sie aus ihrer Wohnung stürmten. Ein 22-jähriger Mann, der bei dieser Grausamkeit zusah, schildert den lokalen Medien, was passiert war: „Ein Hund hatte ihn am Nacken und der andere am Bein gepackt. Er war schon tot, als wir ankamen. Niemand wusste, was zu tun war - ungefähr 15 Leute standen einfach herum und schauten schreiend zu.“ Die Zeugen waren ängstlich und zeigten sich geschockt: Sie waren sich sicher, bei dem Versuch, dem Jungen zu helfen, würden sie selbst attackiert werden. 

Der Aussage eines Nachbarns zufolge, war auch die Mutter des Kindes Zeugin: „Das ist mein Baby! Das ist mein Baby! Mein Baby ist tot!“, soll man die Frau unter Tränen schreien gehört haben. Bekannte des Jungen berichten, dass er Tiere liebte und „immer versuchte, die Hunde zu streicheln“. 

Die Rettung kommt zu spät

Ersten Berichten zufolge, griffen die zwei Hunde den Jungen sofort an, nachdem er das eingezäunte Territorium betrat. Bei der Polizei gingen viele Notrufe von verzweifelten Nachbarn ein, die schnell um Hilfe baten. Doch als diese wenig später am Tatort eintrafen, war es schon zu spät für den Siebenjährigen, dessen Identität geheim gehalten wird - er war bereits von den Tieren zu Tode gebissen worden.

Die Beamten versuchten, die zwei Pitbulls einzufangen - aber einer von ihnen war, so berichtet die Washington Post, bereits aus der Einzäunung entkommen. Er wurde wenig später angeschossen und anschließend eingeschläfert, als er versuchte, einen Beamten anzugreifen. Der andere Hund ist nun in Obhut des Staates. 

Tierbesitzer völlig fassungslos

Für den Besitzer waren die Hunde eine Stütze - für den Jungen die Todesursache. (Symbolbild)

Laut dem Bericht war die Freundin des Besitzers der Hunde nach dem tragischen Vorfall völlig aufgelöst. Unter Tränen soll sie gesagt haben,
dass sie die Kinder noch vor kurzem gewarnt hatte: Sie sollten sich von den Hunden fernhalten - erst Recht nicht über den Zaun klettern. Dem Boston Herald zufolge soll der Besitzer ein Veteran aus dem Irak-Krieg sein - für ihn waren die Hunde wohl eine Art emotionale Stütze. Die Nachbarn sagen der Polizei, dass die Kampfhunde wirklich gut aufgehoben gewesen wären, wohl gab es zuvor auch noch nie Probleme mit ihnen. Bis jetzt wurden die Besitzer nicht angezeigt.

Pitbull-Haltung: Strenge Gesetzeslage in Lowell

Die Gesetzeslage zur Pitbull-Haltung in Lowell ist sehr streng: Besitzer dürfen maximal zwei Hunde dieser Rasse haben und müssen diese entsprechend verwahren - oder ihnen ein Maulkorb anlegen. Ob der Zaun, in dem die beiden Hunde in Lowell untergebracht waren, sicher genug war, ist bislang wohl noch nicht geklärt.

Eine Studie zeigt: In den Jahren 2005 - 2015 sind alleine in den USA 360 Menschen durch einen Hunde-Angriff gestorben. Von diesen 360 Menschen starben 232 durch eine Attacke eines Pitbulls - also über 60%. Kritiker aber sind der Meinung, dass das Tier nicht von Natur aus aggressiv ist: Erst die Erziehung durch den Besitzer macht das Tier zu einer Gefährdung.

In Deutschland gilt für als „gefährlich eingestufte Hunde“ eine je nach Bundesland variierende Sonderregelung. Diese kann von Leinen- und Maulkorbzwang über Genehmigungspflicht bis hin zum Haltungsverbot reichen. In vielen Bundesländern in Deutschland steht auch der Pitbull auf der Liste, die besagt, welche Tiere für die Bevölkerung gefährlich werden könnten. 

nb

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