Waffengewalt in den Vereinigten Staaten

Schüsse an High School in den USA: Eine Person tot - Gouverneur nennt Lage „sehr schwierig und tragisch“

Schüsse an High School im US-Bundesstaat Tennessee.
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Ein Absperrband hängt vor der Austin-East Magnet High School in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee.

An einer High School in Knoxville (Tennessee) in den USA ist es zu Schüssen gekommen. Dabei verstarb eine Person.

Knoxville - Bei einem Schusswechsel in einer Schule in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee ist am Montag ein Schüler durch eine Polizeikugel getötet worden. Das Kriminalamt von Tennessee (TBI) teilte am Montagabend (Ortszeit) mit, Polizisten seien wegen Berichten über eine möglicherweise bewaffnete Person in einer Toilettenanlage an die Austin-East Magnet High School gerufen worden.

Schüsse an High School in den USA: Eine Person tot - Lage „sehr schwierig und tragisch“

Als die Beamten die Anlage betreten hätten, habe der Verdächtige Schüsse abgegeben und einen Polizisten angeschossen. Einer der Polizisten habe das Feuer erwidert und den Schüler tödlich getroffen. Der verletzte Beamte sei demnach in ein Krankenhaus gebracht worden. Weitere Opfer durch Schussverletzungen gebe es nicht. Zunächst war von mehreren Verletzten die Rede gewesen. Das TBI teilte mit, die Untersuchung des Vorfalls dauere an.

Das Schulgebäude wurde evakuiert und gesichert, wie die Schulbehörde des Bezirks Knox mitteilte. Zuvor waren Anwohner aufgerufen worden, die Gegend um die Austin-East Magnet High School zu meiden. Gouverneur Bill Lee sagte, die Lage sei „sehr schwierig und tragisch“.

Immer wieder Schüsse an Schulen in den USA - Biden bezeichnet Waffengewalt als „Seuche“

Die USA werden immer wieder von tödlichen Schusswaffenangriffen in Schulen erschüttert. An der Columbine High School in Littleton (Colorado) hatten 1999 zwei Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Im Februar 2018 hatte ein 19-Jähriger an seiner früheren Schule in Parkland (Florida) das Feuer eröffnet und 17 Menschen getötet.

US-Präsident Joe Biden* hatte die Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten erst in der vergangenen Woche als „Seuche“ und „Schandfleck“ für das Land bezeichnet. Er stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selbst zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

Biden rief zugleich den Kongress auf, per Gesetz weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Der Präsident verlangt unter anderem ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre sowie umfassendere Hintergrundchecks für Waffenkäufer. Ob sich dafür im Kongress eine Mehrheit findet, ist allerdings noch sehr ungewiss. Vorstöße der Demokraten* zur Verschärfung der Waffengesetze sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gescheitert. Die mächtige Waffenlobby NRA hat im Kongress viele Verbündete, vor allem bei den Republikanern*.

Im Bundesstaat Minnesota hat am Sonntag (Ortszeit) in der Kleinstadt Brooklyn Center ein Polizist einen 20-jährigen Schwarzen nach einer Verkehrskontrolle erschossen*. Daraufhin kam es erneut zu Demonstrationen. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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