Urteil gegen Vater im Prozess um misshandeltes Baby erwartet

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Der Angeklagte Sascha K. zwischen seinen Anwälten im Gerichtssaal des Strafjustizgebäudes in Hamburg.

Hamburg - Im Prozess um die schwere Misshandlung eines Säuglings aus Hamburg wird heute das Urteil erwartet. Zuvor soll noch die Verteidigung des angeklagten Vaters ihr Plädoyer halten.

Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, seinen drei Monate alten Sohn in der Nacht zum 29. April so stark geschüttelt zu haben, dass das Kind lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitt und seitdem schwerstbehindert ist.

Der Angeklagte räumte im Prozess ein, das schlafende Baby am späten Abend aus seinem Bettchen genommen und ihm ein bis drei Mal mit dem Handballen gegen den Kopf geschlagen zu haben. An das heftige Schütteln, das nach Ansicht von Gutachtern die schweren Verletzungen verursacht haben muss, könne er sich nicht erinnern.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafe von acht Jahren Haft gefordert, davon zwei Jahre in einer Alkoholentzugsklinik. Die Nebenklage verlangte eine Gefängnisstrafe von mindestens zehn Jahren, zudem ein Schmerzensgeld von 250 000 Euro und die Verpflichtung zur Zahlung einer lebenslangen Rente an das Kind.

dpa

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