Uganda

Drei Löwinnen und acht ihrer Jungen in Nationalpark vergiftet

Drei Löwinnen und acht ihrer Jungen sind in einem Nationalpark in Uganda vermutlich von Dorfbewohnern vergiftet worden. Der Vorfall sei der schlimmste seit 2007.

Kampala - Drei Löwinnen und acht ihrer Jungen sind in einem Nationalpark in Uganda vermutlich von Dorfbewohnern vergiftet worden. „Wir verdächtigen einige Dorfbewohner, die Tiere getötet zu haben, aber die Ermittlungen laufen noch“, sagte John Gesa, ein Sprecher der nationalen Wildparkbehörde (UWA), am Donnerstag. Die getöteten Tiere waren demnach bereits einige Tage zuvor im Queen-Elizabeth-Nationalpark im Südwesten des Landes gefunden worden. Wann genau die Tiere getötet wurden, war zunächst unklar.

Das Vergiften von Wildtieren habe in den letzten Jahren zugenommen, berichtete Gesa. Täter sind demnach meist Hirten, die versuchen, ihr Vieh vor den Wildkatzen zu schützen. Die Nationalparks in Uganda sind meist nicht umzäunt. Wildtiere können in umliegende Dörfer wandern. Zudem lassen Viehhirten oftmals ihre Tiere in den Nationalparks grasen.

Der jüngste Vorfall sei der schlimmste seit 2007, als im selben Nationalpark neun Löwen vergiftet worden seien, sagte Gesa. Durch die ständigen Vergiftungen sind die Populationen von Löwen und Geparden in dem ostafrikanischen Land demnach in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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