Grausiger Tod von Journalistin

U-Boot-Mordprozess: Erfinder Peter Madsen ist gefährlich, sagen Psychiater

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Beamte der Spurensicherung untersuchen das U-Boot "Nautilus" des dänischen Ingenieurs Peter Madsen. 

Peter Madsen soll die Journalistin an Bord seines U-Boots ermordet und dann zerstückelt haben. Laut einem rechtsmedizinischen Gutachten muss angenommen werden, dass Madsen eine Gefahr für Leben und Gesundheit anderer Menschen ist.

Kopenhagen - Psychiater halten den wegen Mordes angeklagten dänischen Erfinder Peter Madsen für so gefährlich, dass sie empfehlen, ihn auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis zu schicken. Für den Fall, dass ihn das Gericht für schuldig befindet, werde Sicherungsverwahrung empfohlen.

Was bedeutet Sicherheitsverwahrung in Dänemark

Das ist in Dänemark eine zeitlich unbegrenzte Strafe, die aber regelmäßig überprüft wird. Im Durchschnitt sitzen Sicherungsverwahrte knapp 15 Jahre im Gefängnis - ähnlich wie zu lebenslanger Haft Verurteilte.

Madsen ist angeklagt, die schwedische Journalistin Kim Wall in seinem U-Boot brutal gefoltert, getötet, die Leiche zerstückelt und dann über Bord geworfen zu haben. Der Erfinder selbst weist den Mordvorwurf zurück und beschreibt ein tragisches Unglück im Inneren seines selbstgebauten U-Bootes. Das Urteil wird für diesen Mittwoch erwartet.

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Die 30-Jährige war das letzte Mal gesehen worden, als sie am 10. August an Bord eines U-Bootes des dänischen Ingenieurs Peter Madsen ging. Foto: Jens Dresling
Die 30-Jährige war das letzte Mal gesehen worden, als sie am 10. August an Bord eines U-Bootes des dänischen Ingenieurs Peter Madsen ging.  © Jens Dresling
Im U-Boot wurde Blut der Schwedin gefunden. Foto: Jens Dresling
Im U-Boot wurde Blut der Schwedin gefunden.  © Jens Dresling
Der dänische U-Boot-Besitzer Peter Madsen hat ausgesagt, die vermisste schwedische Journalistin sei durch ein Unglück an Bord ums Leben gekommen. Foto: Hougaard Niels
Der dänische U-Boot-Besitzer Peter Madsen hat ausgesagt, die vermisste schwedische Journalistin sei durch ein Unglück an Bord ums Leben gekommen. © Hougaard Niels
Polizisten inspizieren am 13. August in Kopenhagen das geborgene U-Boot "Nautilus". Foto: Jacob Ehrbahn
Polizisten inspizieren am 13. August in Kopenhagen das geborgene U-Boot "Nautilus".  © Jacob Ehrbahn
Hier waren sie noch auf der Suche. Nunu gab die Polizei in Kopenhagen bekannt, dass es sich bei einem angespülten Frauen-Torso eindeutig um die Leiche der gesuchten Journalistin handele. Foto: Fredrik Winbladh
Hier waren sie noch auf der Suche. Nunu gab die Polizei in Kopenhagen bekannt, dass es sich bei einem angespülten Frauen-Torso eindeutig um die Leiche der gesuchten Journalistin handele.  © Fredrik Winbladh

dpa

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