Er feuerte aus seinem Haus

Tödlicher Amoklauf: Russischer Dorfbewohner erschießt vier Passanten

+
Polizisten sperren am 10.06.2017 in Kratowo bei Moskau (Russland) ein Haus großräumig ab, in dem sich ein schwer bewaffneter Mann verschanzt hatte und aus dem Fenster auf Passanten feuerte.

Szenen wie in einem Kriegsgebiet in einem stillen Moskauer Vorort: Nur mit Mühe und schwerem Gerät können russische Sicherheitskräfte einen Amokläufer stoppen.

Moskau - Ein schwer bewaffneter Amokläufer hat in einem Datschenvorort von Moskau vier Passanten erschossen. Dann lieferte er sich ein mehrstündiges Gefecht mit Polizei und Nationalgarde, bevor er selbst getötet wurde. Vier Polizisten und zwei Zivilisten seien verletzt worden, berichteten die russischen Agenturen in der Nacht zum Sonntag. „Der Einsatz ist beendet, der Schütze wurde liquidiert“, zitierte die Agentur Interfax einen Beamten. Rund 200 Polizisten seien an dem fast siebenstündigen Einsatz beteiligt gewesen.

Aus seinem Haus in dem Dorf Kratowo heraus feuerte der 1967 geborene Mann am Samstagabend zunächst auf Menschen auf der Straße. Im Kampf mit der Polizei geriet das Haus in Brand. Der Mann konnte aber flüchten und wurde nachts in einem Waldstück eingekesselt. Mehrfach warf er Handgranaten und selbstgebaute Sprengsätze gegen die Polizisten. Die Sicherheitskräfte setzten gepanzerte Mannschaftstransporter ein wie in einem Kriegsgebiet.

Als Auslöser der Tat wurde nach Medienberichten Streit mit den Nachbarn vermutet. Der Täter sei betrunken gewesen oder habe unter Drogen gestanden. Er sei auch als psychisch auffällig in Behandlung gewesen. „Die genauen Motive werden jetzt überprüft“, sagte Innenminister Wladimir Kolokolzew am frühen Sonntagmorgen.

Das Dorf Kratowo liegt etwa 20 Kilometer südöstlich von Moskau in der Nähe des neuen Flughafens Schukowski.

dpa

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Großbrand in Bremer Werft: Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen

Großbrand in Bremer Werft: Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen

Leiche von rechtsextremem Hogesa-Mitgründer gefunden

Leiche von rechtsextremem Hogesa-Mitgründer gefunden

Katastrophenfall Moorbrand: Rauchwolke aus All zu sehen - Durchsuchung bei der Bundeswehr

Katastrophenfall Moorbrand: Rauchwolke aus All zu sehen - Durchsuchung bei der Bundeswehr

Sie wollte zum Polterabend: Braut schleudert bei Traktor-Crash gegen Steinmauer - jede Hilfe kommt zu spät

Sie wollte zum Polterabend: Braut schleudert bei Traktor-Crash gegen Steinmauer - jede Hilfe kommt zu spät

Der „König der Trucker“ ist tot - Trauer um die A3-Legende 

Der „König der Trucker“ ist tot - Trauer um die A3-Legende 

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren