Texas

Verurteilter Frauenmörder bittet vor Hinrichtung um Vergebung

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Verurteilter Frauenmörder im US-Bundesstaat Texas hingerichtet. 

Im US-Bundesstaat Texas ist ein wegen Mordes an seiner Frau und seiner Freundin verurteilter Häftling hingerichtet worden. Seine Anwälte hatten vergebens um einen Aufschub gekämpft.

Austin - Der 64-jährige William Rayford erhielt im Gefängnis von Huntsville eine tödliche Injektion und wurde am Dienstagabend für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der USA einen letzten Einspruch gegen die Vollstreckung des Todesurteils abgelehnt.

Der Afroamerikaner Rayford wurde wegen der Ermordung seiner Freundin im Jahr 1999 zum Tode verurteilt. Zuvor war er bereits wegen der Ermordung seiner Ehefrau im Jahr 1986 zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er saß acht Jahre der Haftstrafe ab und war zum Zeitpunkt des zweiten Mordes auf Bewährung frei.

Rayford hatte beide Frauen brutal und vor den Augen ihrer Kinder ermordet. Seine Freundin hatte er geschlagen, gewürgt und schließlich erstochen. Er schlug und stach auch auf den elfjährigen Sohn der Frau ein, als dieser seiner Mutter helfen wollte. Der Junge überlebte und sagte im Prozess gegen Rayford als Zeuge aus.

Kurz vor seiner Hinrichtung bat Rayford die Familie seines zweiten Opfers um Vergebung. "Ich bin auf keinen Fall glücklich über das, was ich getan habe", schrieb der 64-Jährige. Er habe auch Gott um Vergebung gebeten.

Hatte Rayford einen Hirnschaden?

Rayfords Anwälte hatten vor der Hinrichtung noch einen Antrag auf Aufschub beim Obersten Gerichtshof eingereicht, die Richter lehnten ihn jedoch ab. Die Anwälte argumentierten, dass bei Rayfords erster Verurteilung eine rassistische Voreingenommenheit eine Rolle gespielt haben könnte und er durch seine damaligen Verteidiger nur unzureichend vertreten worden sei. Sie führten zudem einen erst kürzlich entdeckten Hirnschaden an, den Rayford durch Blei in Kugeln und Kugelsplittern in seinem Körper und verunreinigtes Trinkwasser erlitten habe.

Im vergangenen Jahr waren in den USA nach Angaben des Death Penalty Information Center 23 Verurteilte hingerichtet worden, so wenige wie schon seit Jahren nicht mehr.

Mitte Januar ist ein Serienmörder als erster Häftling im Bundesstaat Texas in diesem Jahr in den USA hingerichtet worden.

Vor Kurzem hatte das Oberste Gericht der USA die Hinrichtung eines wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilten gestoppt. Der Mann ist dement.

AFP

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