Mehrere Ausbrüche

Tausende fliehen vor Vulkanen in Südostasien

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Der Sinabung bricht seit 2015 immer wieder aus. Foto: Ivan Damanik

Bali, Papua-Neuguinea, Philippinen: Gleich mehrere Vulkane halten derzeit viele Tausend Menschen in Südostasien in Atem. Sie alle leben täglich mit der Angst vor einem großen Ausbruch.

Denpasar/Manila (dpa) - Gleich mehrere Vulkane spucken in Südostasien Asche, Rauch und Lava und treiben Tausende zur Flucht. Allein auf den Philippinen wurden mehr als 14.000 Menschen in Sicherheit gebracht, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Zugleich mussten rund 3000 Menschen auf Papua-Neugineas Vulkaninsel Bam ihre Häuser verlassen, wie lokale Behörden mitteilten und Medien berichteten. Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali spuckt der Vulkan Agung Aschewolken in bis zu 2,5 Kilometer Höhe.

Seit Samstag ist der Vulkan Mayon auf den Philippinen aktiv und stößt Wolken aus glühendem Gas, Asche und Gesteinsfragmenten aus. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich aus der sieben Kilometer großen Gefahrenzone rund um den Vulkan fernzuhalten. "Wir beobachten, ob es eine Zunahme von Gas gibt, das den Druck erhöhen und so zu einem explosionsartigen Ausbruch führen könnte", sagte der Chef des philippinischen Instituts für Vulkanforschung und Seismologie, Renato Soldium.

Eine gefährliche Eruption sei in den nächsten Tagen oder Wochen möglich, warnt das Institut. Der 2463 Meter hohe Vulkan brach zum letzten Mal 2013 aus. Damals kamen fünf Bergsteiger ums Leben.

Papua Neuguinea begann mit der Räumung von drei Inseln vor der Nordküste des Landes, wie Radio New Zealand berichtete. Anfang Januar war der Vulkan auf der nahegelegenen Insel Kadovar zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen ausgebrochen. Die von dem Vulkan ausgehenden Erdstöße brächten die Gefahr von Tsunamis, erklärten die Behörden. Die 700 Bewohner von Kadovar waren bereits in der vergangenen Woche in Sicherheit gebracht worden.

Auf Bali spie der Vulkan Agung Asche und Rauch. Der Ausstoß sei kurz gewesen und es habe keine Verletzten gegeben, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes mit. Der Betrieb am internationalen Flughafen verlaufe planmäßig. Rund 3200 Kilometer nördlich ist der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra in den vergangenen Tagen wieder ausgebrochen. Aufnahmen zeigen rotglühende Lava, die den Hang entlang herabfloss. Der Vulkan bricht seit 2015 immer wieder aus.

Alle Länder liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

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