Ermittler erhoffen sich neue Spur

Experiment mit Todesschrei von Tanja Gräff

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Mit Zeitungsberichten und Fotos erinnert eine Gedenkstelle an der Hochschule Trier (Rheinland-Pfalz) an die Studentin Tanja Gräff.

Trier  - Einen möglichen Todesschrei von Tanja Gräff haben Ermittler am frühen Montag am Moselufer in Trier nachgeahmt. Sie wollen den Fall der vermissten Frau endlich aufklären. 

Die Ermittler ließen zwei Polizistinnen unter anderem von der Absturzstelle der jungen Frau oberhalb einer steilen Felswand laut schreien, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Die Schallpegel wurden von Wissenschaftlern in der Wohnung eines Zeugen aufgezeichnet, der in der Nacht des Verschwindens der Studentin einen weiblichen Schrei aus der Richtung gehört haben will. Gräff verschwand vor acht Jahren zunächst spurlos; erst am 11. Mai wurden die sterblichen Überreste der 21-jährigen Studentin bei Rodungsarbeiten unterhalb des rund 50 Meter hohen Felsens entdeckt.

Tanja Graeff verschwand in der Nacht vom 7. Juni 2007

Mit den Ruf- und Schallexperimenten wollen die Ermittler herausfinden, ob der damals wahrgenommene Schrei von Gräff gewesen sein könnte. Daher ließen sie die Frauen von zwei Stellen aus mehrfach schreien. Was der Zeuge zu den rekonstruierten Schreien gesagt habe, sei noch nicht bekannt, sagte der Sprecher. In der Nacht zum Montag seien die Wetter- und Windbedingungen etwa so gewesen wie wohl in der Nacht vom 7. Juni 2007, als Gräff spurlos verschwand. Eine Auswertung der Untersuchung soll es in einigen Tagen geben. Die Polizei erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse.

dpa

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