Tat in Oldenburg

Wollte Wohnung haben und Rente kassieren: Sohn ermordet Vater

Das Motiv macht sprachlos. Weil er seine Wohnung haben wollte, ermordete ein 49-jähriger Oldenburger seinen Vater. Er plante sogar, dessen Rente weiter zu kassieren.

Oldenburg - An Heiligabend soll ein 49-jähriger Mann seinen Vater ermordet haben, weil er in dessen Wohnung ziehen wollte. Vor dem Landgericht Oldenburg in Niedersachsen wollte der Angeklagte am Freitag zum Prozessauftakt keine Angaben zu der ihm vorgeworfenen Tat machen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seinen Vater aus Habgier und Heimtücke mit Hilfe von K.-o.-Tropfen an Heiligabend 2016 getötet zu haben. Außerdem soll er geplant haben, den Wegzug des Seniors vorzutäuschen. Auf diese Weise wollte er demnach die Rente des Vaters weiter beziehen, um die Wohnung zu bezahlen. Er habe vom Mobiltelefon seines Vaters Nachrichten an Familienangehörige verschickt, damit sich diese keine Sorgen machen. Die Leiche soll er in Plastikplanen eingewickelt zunächst in einem Schrank der Wohnung des Vaters in Oldenburg versteckt haben.

Die 41 Jahre alte Schwester des Tatverdächtigen wollte ihren Vater an Weihnachten besuchen, erhielt dann aber vermeintliche Textnachrichten ihres Vaters mit einer Absage des Treffens. Das sagte sie als Zeugin im Prozess aus. Nach mehrfach gescheiterten Versuchen, mit ihrem Vater zu sprechen, schaltete sie schließlich die Polizei ein. Die Beamten fanden den Toten am 17. Januar. Für den Mordprozess sind Termine bis August festgelegt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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