„Faszinierende Biologie“

Sie ist das Insekt des Jahres 2017

+
Die Gottesanbeterin ist das Insekt des Jahres 2017.

Müncheberg/Berlin - Die Gottesanbeterin ist das „Insekt des Jahres 2017“. Die Tiere hätten „eine sehr faszinierende und spannende Biologie“, sagte Thomas Schmitt, Vorsitzender des Auswahl-Kuratoriums.

Immer wieder kommt es vor, dass ein Weibchen nach der Paarung seinen Partner frisst. Mit der Gottesanbeterin sei darüber hinaus ein Insekt gekürt worden, das sich in den vergangenen Jahren stärker ausgebreitet habe und auf den Klimawandel zu reagieren scheine.

„Das Insekt des Jahres soll Insekten in der Öffentlichkeit bekannter machen und mehr Interesse für sie wecken“, sagte Schmitt. Zudem solle gezeigt werden, dass die Tiere eine wichtige Rolle in der Natur spielen.

Die Gottesanbeterin stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber auch im Mittelmeerraum stark verbreitet. In Deutschland war sie ursprünglich am ehesten am Kaiserstuhl und damit in der wärmsten Region des Landes anzutreffen. Mittlerweile ist sie nach Angaben Schmitts auch relativ häufig am Oberrhein, etwa zwischen Ludwigshafen und Mainz, zu finden und tritt auch im Saarland öfter auf. Die bis zu 60 Millimeter großen Männchen und bis zu 75 Millimeter großen Weibchen seien aber auch schon in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gesichtet worden.

Insektenkundler und Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen küren seit 1999 ein Insekt des Jahres.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt?
Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt?
Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland
Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland
Witzige Anzeige geht wieder rum: „Junge Familie sucht 1 schöne Wohnung“
Witzige Anzeige geht wieder rum: „Junge Familie sucht 1 schöne Wohnung“
Freitag, der 13.: Was ist eigentlich dran am Aberglauben?
Freitag, der 13.: Was ist eigentlich dran am Aberglauben?
Deutsche Bahn nach „Xavier“ auf dem mühsamen Weg zum Normalzustand
Deutsche Bahn nach „Xavier“ auf dem mühsamen Weg zum Normalzustand