Auf Parkplatz in Bielefeld

Dieses homophobe Schild in einem Firmenwagen schockiert

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Unfassbar: Auf einem Parkplatz in Bielefeld steht ein Firmenwagen mit einem homophoben Schild. Der Besitzer steht zu seiner Meinung.

Bielefeld - Mitten auf dem Parkplatz des Tierparks Olderdissen in Bielefeld stand er. Ein Firmenwagen des „Flugzeugservice Willy Ader LTB“. An sich nichts spektakuläres, wenn da nicht dieses extrem homophobe Schild in der Rückscheibe gehangen hätte: „Schwule sind krank. Die PO-litik ist für den Arsch“, steht darauf geschrieben. Das Wortspiel extra mit Großbuchstaben und Bindestrich markiert. Nur kurz, nachdem im Bundestag die Ehe für alle beschlossen wurde, sah Stefan K. das Plakat, machte ein Foto und schickte es an die Neue Westfälische. „Ich habe einige homosexuelle Freunde und wir haben gerade die Ehe für Alle gefeiert", sagte der Fotograf. Doch das Plakat ist nicht das einzige Symbol an dem Wagen, das man der rechten Szene zuordnen kann. An den Hecktüren sind zudem Aufkleber angebracht. Einer zeigt den Spruch „Odin statt Allah“, der andere eine schwarze Sonne. Letzterer ist allerdings nicht legal. 

Inhaber bestreitet Aufkleber nicht

Der Besitzer der Firma, Willy Ader, bestritt nicht, die Aufkleber am Fahrzeug zu haben. Jedoch sei das Plakat nicht von ihm angebracht worden. Er habe zwar keine Erklärung dafür, wie das Plakat ins Auto kam, gab aber zu, dass er es selbst einen Tag später angebracht habe. „Ich habe mich maßlos über das Gesetz Ehe für Alle geärgert und übertrieben", sagte der 52-Jährige zur NW. Er stehe dazu, dass ihm wohl eine Grenzziehung des Begriffs gefehlt habe. Man könne ihm aber keinen Rechtsextremismus vorwerfen und die Aufkleber seien inzwischen auch verschwunden. Man versuche ihn in die Rechte Ecke zu drängen und er distanziere sich von rechtem Gedankengut. „Ich lasse mir aber nicht nehmen, meine Meinung zu sagen oder zu glauben, woran ich glauben möchte", sagte Ader.

Arbeitgeber distanziert sich vom Wagen

Der Flughafen Paderborn, bei dessen Aders Unternehmen Mieter ist, distanzierte sich ganz klar von der am Wagen angebrachten Meinung. „Jedwede Art von Diskriminierung lehnen wir strikt ab", sagte Stefan Hensel von der Unternehmenskommunikation. Man prüfe derzeit noch rechtliche Schritte.

tor

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