Kind gegen Geld angeboten

Missbrauch eines Kindes: Schweizer vor Gericht

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Missbrauchsfall Freiburg - Prozess gegen Schweizer

Im Schweren Missbrauchsfall eines Kindes bei Freiburg, steht nun der vierte von insgesamt acht mutmaßlichen Tätern vor Gericht. Die Eltern des Jungen hatten ihn offenbar im Internet zum Missbrauch angeboten.

Freiburg - Knapp fünf Monate nach Bekanntwerden des schweren Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg hat der Prozess gegen den vierten der insgesamt acht mutmaßlichen Täter begonnen. Angeklagt vor dem Landgericht Freiburg ist ein 37 Jahre alter Mann aus der Schweiz. Dem gelernten Maurer aus dem Schweizer Kanton St. Gallen werde unter anderem schwere Vergewaltigung zur Last gelegt, sagte Staatsanwältin Nikola Novak zum Prozessauftakt am Mittwoch.

Er habe den in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen dreimal sexuell missbraucht. Die Mutter und ihr Lebensgefährte sollen das Kind hierfür zur Verfügung gestellt haben. Die Taten wurden der Anklage zufolge gefilmt und die Aufnahmen an andere weitergeleitet.

Der Mann sei von Spätherbst 2016 bis Januar 2017 mehrfach aus der Schweiz ins südliche Baden-Württemberg gereist, um den Jungen zu vergewaltigen, sagte Novak. Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte hätten dies unterstützt. Ein Urteil soll es den Angaben zufolge im Laufe des Juni geben (Az.: 6 KLs 160 Js 35554/17).

Der heute neun Jahre alte Junge wurde den Angaben zufolge mehr als zwei Jahre lang von Männern aus dem In- und Ausland vergewaltigt. Die 48 Jahre alte Mutter des Jungen und ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte sollen ihn hierfür im Internet angeboten haben. Es gibt insgesamt acht Verdächtige. Jeder von ihnen ist einzeln angeklagt.

Lesen Sie dazu auch: Acht Jahre Haft für Soldaten wegen Kindesmissbrauchs

dpa

            

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