Hochwasser in Südfrankreich

Côte d'Azur: Überschwemmung fordert 19 Tote

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Das Hochwasser zerstörte Straßen und Häuser.

Cannes - Eine verheerende Hochwasserkatastrophe versetzt Südfrankreich derzeit in einen Ausnahmezustand. 18 Tote forderte das Unwetter bereits. Jetzt wurde erneut eine Leiche geborgen.

Nach den verheerenden Überschwemmungen vom Wochenende haben die Bewohner und Helfer an der Côte d'Azure die Aufräumarbeiten am Montag fortgesetzt. Retter in Antibes suchten weiter noch nach einer vermissten Person. Die Zahl der Menschen, die infolge der heftigen Niederschläge ums Leben kamen, hat sich nach Angaben der Präfektur des betroffenen Départements Alpes-Maritimes auf 19 erhöht. Unter den Opfern sind laut Präfekt Adolphe Colrat auch eine Italienerin, ein Brite und ein Portugiese.

In rund 20 Schulen fiel der Unterricht nach Angaben von Präfektur und Stadtverwaltungen aus. Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF konzentrierte sich zunächst darauf, den Pendlerverkehr in Städten wie Nizza und Cannes wieder zum Laufen zu bringen.

Ekliger Gestank in den Straßen

Am Montag kämpften Helfer in der Region zunehmend auch gegen Gestank, der sich nun infolge der Schlamm- und Wassermassen ausbreitete. Betroffen war ein rund 30 Kilometer langer Abschnitt entlang der Côte d'Azur im äußersten Südosten des Landes.

Eine Schätzung zu den materiellen Folgen der Katastrophe gab es am Montag noch nicht. Angesichts der Schäden an Häusern, Firmengebäuden und Wohnungen sicherte der französische Versicherungsverband Afa eine rasche Bearbeitung zu. Afa-Präsident Bernard Spitz sagte in Nizza, für eine Bilanz sei es noch zu früh. So seien die Schäden in vielen Unternehmen noch nicht bekannt.

Plünderer nutzen die Notlage schamlos aus

Bei einem ähnlichen Unwetter waren im benachbarten Département Var 2010 Schäden in Höhe von fast einer Milliarde Euro bilanziert worden. Schnelle finanzielle Hilfe für Region und Betroffene hatte Präsident François Hollande bereits am Wochenende versprochen.

Mancherorts versuchten Plünderer die Notlage in der Nacht zu Sonntag auszunutzen. Nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve vom Montag wurden deswegen neun Menschen festgenommen.

AFP

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