Schon 91 getötete Polizisten

Rio de Janeiro: Alle 54 Stunden kommt ein Polizist durch Gewalt ums Leben

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Ein Jahr nach den Olympischen Spielen wird die Sicherheitslage in Rio de Janeiro immer prekärer. Die Zahl getöteter Beamten durch Gewalteinfluss steigt dieses Jahr bereits auf 91. Grund seien häufig Schießereien und Raubüberfälle.

Rio de Janeiro - Ein Jahr nach den Olympischen Spielen wird die Sicherheitslage in Rio de Janeiro immer prekärer. Am Sonntag wurde bei einer Patrouillie in der als befriedet geltenden Favela Vidigal im Stadtteil Ipanema ein weiterer Polizist erschossen, wie das Portal „O Globo“ berichtete. Damit stieg die Zahl getöteter Polizisten im Bundesstaat Rio de Janeiro in diesem Jahr bereits auf 91. Im Schnitt alle 54 Stunden kommt ein Polizist durch Gewalt ums Leben.

In vielen Armenvierteln (Favelas) haben kriminelle Banden, wie das „Comando Vermelho“, das „rote Kommando“, an Macht gewonnen, und es kommt häufig zu Schießereien. Auch Überfälle sind fast an der Tagesordnung, laut der Tourismusbehörde lag die Auslastung der Hotels im ersten Halbjahr nur bei knapp 50 Prozent. Die Zentralregierung in Brasília will nun mit 800 zusätzlichen Polizisten und einer Spezialeinheit die Sicherheitslage wieder verbessern. Der Bundesstaat steht am Rande der Pleite und ist zu harten Sparmaßnahmen gezwungen.

dpa

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