"Menschliches Versehen" mit Folgen

Falsche Taste: AOK erklärt Rentner für tot

Sprockhövel - Die AOK hat einen Rentner in Nordrhein-Westfalen für tot erklärt, dabei war der quicklebendig. Der Irrtum hatte weitreichende Konsequenzen.

Nachdem die Krankenversicherung automatisch die Rentenversicherung und die Stadtverwaltung von Sprockhövel benachrichtigt hatte, erhielt die vermeintliche Witwe ein Beileidsschreiben der Stadt und der Rentner keine Rente samt Aufstockungsgeld mehr. 

„Es war ein menschliches Versehen eines Mitarbeiters“, sagte AOK-Sprecher Jens Kuschel am Dienstag. „Er hat einfach die falsche Taste gedrückt. Wir haben alles sofort rückabgewickelt.“ Für das quicklebendige Paar gab es auch noch Blumen. Inzwischen sehe der Rentner das Malheur gelassen, berichtete der WDR.

Im Januar hatte ein Krefelder Klinikum einer Familie fälschlicherweise eine Todesnachricht überbracht. Mitten in der Nacht war die Tochter einer Krebspatientin von einer Ärztin angerufen und über den Tod ihrer Mutter unterrichtet worden. Doch die Mutter lebte. Grund für die falsche Todesnachricht war eine Verwechslung.

dpa

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