Motiv war Streit

Prostituierten-Morde: Tatverdächtiger (21) hat Geständnis abgelegt

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Der Präsident der Polizei Mittelfranken, Johann Rast, bei der Pressekonferenz zur Festnahme des mutmaßlichen zweifachen Prostituiertenmörders. 

Die Mordserie in Nürnberg ist geklärt. Ein 21-Jähriger hat die Taten umfänglich gestanden. Das teilte die Polizei am Montag in einer Pressekonferenz mit.

Nürnberg - Der Mann hat im Raum Nürnberg zwei Prostituierte umgebracht. An beiden Tatorten seien DNA-Spuren des 21 Jahre alten Nürnbergers Felix R. sichergestellt worden. Die Auswertung von Handy-Daten haben die Ermittler dann auf die richtige Spur gebracht. Der Mann habe mit seinem Mobiltelefon mit den beiden getöteten Prostituierten telefoniert. Die Ermittler hatten am Samstag die Festnahme eines dringend tatverdächtigen Mannes mitgeteilt. Als Motiv hat der Arbeitslose Streit mit beiden Frauen angegeben. 

Am 24. Mai fand die Polizei das erste Opfer, eine 22-jährige rumänische Prostituierte, in einer brennenden Wohnung im sechsten Stock eines Nürnberger Mehrfamilienhauses. Durch das Feuer hat der Täter versucht, Spuren am Tatort zu vernichten, teilt die Staatsanwaltschaft mit. 

Gefesselt und erdrosselt

Am Pfingstmontag wurde eine weitere Prostituierte, eine 44 Jahre alte Chinesin, umgebracht. Die Polizei ging von Anfang an davon aus, dass beide Taten zusammenhängen und lag damit richtig. Beide Opfer wurden gefesselt aufgefunden. Eine Frau sei mit Mullbinden, die andere vermutlich mit Wäschestücken fixiert und dann von Felix R. erdrosselt worden, teilen die Ermittler mit. 

Die beiden ermordeten Frauen waren erst seit kurzem in Nürnberg, und beide Taten ereigneten sich in sogenannten Modellwohnungen. Diese Einzimmer-Apartments in Mehrfamilienhäusern werden von den Prostituierten meist nur für eine bis drei Wochen angemietet. Viele der Frauen halten sich nur kurz in einer Stadt auf und reisen europaweit herum.

Fahndungsaufrufe in fünf Sprachen

Die Ermittler hatten am Freitag in den Bordellen im Raum Nürnberg Fahndungsaufrufe in fünf verschiedenen Sprachen verteilt. 

Die Polizei verteilte Fahnundsaufrufe.

60 Beamte hatten dazu alle rund 240 bordellartigen Einrichtungen im Raum Nürnberg abgeklappert. In die Suche nach dem Täter war auch das Landeskriminalamt eingebunden.

ch/dpa

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