Internationale Presseschau

Anschlag auf Charlie Hebdo: So reagieren die Medien

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Zeitungstitel zum Anschlag in Paris.

Menschen auf der ganzen Welt sind von dem grausamen Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo entsetzt. Auch unzählige Medien bekunden ihre Solidarität, wie unsere Presseschau zeigt.

Weltweit sind die Menschen von dem grausamen Terroranschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo entsetzt. Im Internet bringen Hunderttausende ihre Trauer zum Ausdruck, unter dem Hashtag "#JesuisCharlie" (Ich bin Charlie) oder #CharlieHebdo wird in den sozialen Netzwerken Solidarität bekundet. Auch die internationale Presse verurteilt die Bluttat und setzt ein Zeichen.

Presseschau: So reagieren Medien auf den Anschlag

Unzählige Zeitungs-Titelseiten weltweit erscheinen am Donnerstag in Schwarz-Weiß.

Ein ähnliches Motiv ist auf den Titelseiten vieler deutscher Zeitungen zu sehen.

Die B.Z. aus Berlin macht mit mehreren Karikaturen auf, die in der Vergangenheit in Charlie Hebdo veröffentlicht wurden.

Unter der Schlagzeile "Vive la liberté" (übersetzt: Es lebe die Freiheit) heißt es: "Wir trauern um die Kollegen des Pariser Satiremagazins, die ermordet wurden, weil sie furchtlos gegen Fanatismus jeglicher Couleur kämpften. Ihre mutigsten Titelbilder sind heute der Titel der größten Zeitung Berlins. Denn: Freiheit kann man nicht erschießen"

Die französische Zeitung "Libération" titelt mit der Schlagzeile "Nous sommes tous Charlie" (Wir sind alle Charlie).

Zahlreiche Nachrichtenportale wollen Geschlossenheit demonstrieren und zeigen den schwarz-weißen Schriftzug "Je suis Charlie" auf ihren Internetseiten. Dem schließt sich auch das Auswärtige Amt auf seiner Twitter-Seite an.

Karikaturisten verurteilen die blutige Tat in ihren Zeichnungen. 

So etwa der Amerikaner James MacLeod:

Schlaflose Stunden nutzte der australische Cartoon-Zeichner David Pope für diese Zeichnung:

Und der niederländische Cartoon-Zeichner Joep Bertrams bringt es mit folgender blutigen Karikatur auf den Punkt.

Titanic will sich nicht einschüchtern lassen

Das deutsche Satiremagazin Titanic will sich von dem Anschlag nicht einschüchtern lassen und zeigt am Donnerstag dieses Bild (siehe rechts) auf seiner Startseite. Weitergeleitet werden die Leser auf einen "Liveticker in eigener Sache". Gewohnt provokativ heißt es darin: "+++ TERRORHINWEIS: Für 16 Uhr ist in der TITANIC-Redaktion eine Pressekonferenz angesetzt, bei der RTL, Hessischer Rundfunk, Frankfurter Rundschau und sämtliche weitere Privat- und Systemmedien anwesend sind. Für Terroristen bietet sich hier die Möglichkeit, nicht nur eine Satireredaktion auszulöschen, sondern auch die gesamte deutsche Lügenpresse. Es gibt Schnittchen (hinterher)! " 

Das linksgerichtete Satiremagazin Charlie Hebdo verwies bei seinen provokanten Karikaturen stets auf die Meinungs- und Pressefreiheit. Die Macher nahmen bei keinem gesellschaftlich brisanten Thema ein Blatt vor den Mund, sie gingen mit jeglicher Obrigkeit und jeder Religion hart ins Gericht, sei es das Christen- oder Judentum oder eben dem Islam. Mehrmals hatte die Zeitung umstrittene Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und war bereits früher ins Visier von Terroristen geraten. Als das Blatt nach dem Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien im Jahr 2011 ein Sonderheft mit dem Titel "Scharia Hebdo" veröffentlichte, verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Redaktion.

vh

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