Verbindungen zur Mafia

Polizei schließt bekannte Touristenlokale in Rom

+
Eines der geschlossenen Restaurants (links).

Rom - Die italienische Polizei hat am Donnerstag zwei der bekanntesten Touristenrestaurants in Rom geschlossen. Sie sollen der kalabrischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta zur Geldwäsche gedient haben.

Wie die Antimafiabehörde mitteilte, wurde der mutmaßliche Mafiaboss Salvatore Lania wegen Betrugs festgenommen, weil er die ihm gehörenden Restaurants und einen angrenzenden Souvenirshop auf Strohmänner angemeldet hatte. Die beiden Lokale, "La Rotonda" und "Er Faciolaro", liegen nahe des Pantheons im Zentrum der italienischen Hauptstadt. Einer Studie des italienischen Landwirtschaftsverbandes zufolge sind landesweit mindestens 5000 Restaurants und Bars in den Händen der Mafia.

Zeitgleich zu der Aktion in Rom fanden den Angaben zufolge in Kalabrien Durchsuchungen von Privathäusern und Firmen statt; elf mutmaßliche Mitglieder des'Ndrangheta-Clans Piromalli aus Gioia Tauro wurden festgenommen. Insgesamt seien bei dem Vorgehen gegen die 'Ndrangheta Besitztümer im Wert von 210 Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Die eigentlich im Süden Italiens beheimatete 'Ndrangheta hat ihre Aktivitäten mittlerweile auf Rom und auf Norditalien ausgeweitet. Die 'Ndrangheta gilt als Italiens mächtigste Mafiaorganisation. Wegen ihrer führenden Stellung im europäischen Handel mit Kokain hat sie die neapolitanische Camorra und die sizilianische Cosa Nostra überholt.

AFP

Kommentare

Meistgelesen

Mann nach Sex mit Schülerin (13) in Berlin vor Gericht
Mann nach Sex mit Schülerin (13) in Berlin vor Gericht
Hamburger Polizei fängt entlaufene Rinder im Elbtunnel
Hamburger Polizei fängt entlaufene Rinder im Elbtunnel
Wie schrecklich! Kölner Zoo muss Elefantenbaby einschläfern
Wie schrecklich! Kölner Zoo muss Elefantenbaby einschläfern
Kölner verabredet sich mit Frau zum Sex und erlebt böse Überraschung
Kölner verabredet sich mit Frau zum Sex und erlebt böse Überraschung
Waldbrände in Portugal: Zweites Großfeuer eingedämmt
Waldbrände in Portugal: Zweites Großfeuer eingedämmt