Infokampagne in Nürnberg

Polizei hofft nach Prostituiertenmorden auf Hinweise

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Zwei Polizisten kleben in einem bordellähnlichen Etablissement einen Fahndungsaufruf in verschiedenen Sprachen an eine Tür. Foto: Nicolas Armer

Morde an Prostituierten sind oft schwer aufzuklären. In Nürnberg geht nach zwei aktuellen Fällen die Angst um. Die Polizei hofft auf Hinweise durch eine Infokampagne in verschiedenen Sprachen.

Nürnberg (dpa) - Nach den Morden an zwei Prostituierten in Nürnberg erhofft sich die Polizei neue Hinweise durch eine Informationskampagne.

60 Beamte klapperten alle rund 240 bordellartigen Einrichtungen im Raum Nürnberg ab und verteilten dort einen Fahndungsaufruf in fünf verschiedenen Sprachen. Ziel sei, dabei mit möglichst vielen Sexarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen, sagte Polizeisprecher Michael Petzold. Denn die meisten der Frauen hätten von den zwei Verbrechen noch gar nichts mitbekommen.

Etwa 90 Prozent der Prostituierten seien Ausländerinnen - vor allem aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Viele kämen auch aus Asien oder Afrika. Die Beamten weisen die Frauen zudem auf den Polizeinotruf 110 hin, denn auch die Telefonnummer sei den meisten nicht bekannt.

Am 24. Mai war in Nürnberg eine 22-jährige rumänische Prostituierte ermordet worden. Am Pfingstmontag wurde dann eine 44 Jahre alte Chinesin getötet. Die Polizei geht davon aus, dass beide Taten im Zusammenhang stehen. Das Landeskriminalamt hat für die Aufklärung der Straftaten eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Noch gebe es keinen Hinweis auf den Täter, sagte Petzold.

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