Seit April auf Amrum vermisst

Polizei findet vergrabene Leiche von vermisstem Flüchtling

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Ein seit April vermisster 27-jähriger Flüchtling von der Insel Amrum in Schleswig-Holstein ist tot.

Ein seit April vermisster 27-jähriger Flüchtling von der Insel Amrum in Schleswig-Holstein ist tot.

Flensburg - Seine vergrabene Leiche sei am Donnerstag an der Südspitze Amrums von Suchkräften gefunden worden, teilte die Polizei in Flensburg mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass der junge Mann aus dem Irak von zwei Bekannten getötet wurde. Die 20- und 26-jährigen Amrumer waren bereits vor Entdeckung der Leiche in der vergangenen Woche im sächsischen Chemnitz unter dringenden Tatverdacht festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Laut Polizei führte der jüngere der beiden die Beamten nun zu dem Leichnam. Er war in Begleitung seines Anwalts nach Amrum gebracht worden und zeigte den Suchkräften den Ort.

Polizei geht von „Beziehungstat“ aus

Nach Angaben der Ermittler wohnten der Getötete und die beiden Verdächtigen auf Amrum in einem Mehrfamilienhaus zusammen. Sie gehen von einer sogenannten Beziehungstat unter Bekannten aus, die möglichen Hintergründe des Verbrechens sind jedoch unklar. Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass die drei jungen Männer sich im April gemeinsam entschlossen hatten, Amrum mit unbekanntem Ziel zu verlassen. Hinweise auf ein Verbrechen lagen zunächst nicht vor, auch wenn die Beamten eine öffentliche Vermisstenfahndung in die Wege leiteten. Die Hinweise auf ein Verbrechen verdichteten sich jedoch, nachdem die beiden Amrumer im Juli wieder auftauchten, aber keine Angaben zum Verbleib des 27-Jährigen machten konnten. Auch andere Erkenntnisse ließen die Ermittler befürchten, dass dieser die Insel nie verlassen hatte. So benutzte dieser weder sein Konto, noch sein Mobiltelefon oder soziale Netzwerke. Anfang Oktober begannen die Beamten, auf Amrum unter anderem mit Spürhunden nach der Leiche des Vermissten zu suchen. Die beiden Verdächtigen waren nach der Befragung im Juli zunächst weitergezogen, weil gegen sie damals keine Verdachtsmomente vorlagen. Am vergangenen Donnerstag wurden sie dann in Chemnitz festgenommen.

afp

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