Schusswaffengebrauch

Polizei erschoss im vergangenen Jahr elf Menschen

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Eine Polizistin trägt ihre Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Münster (dpa) - Polizisten haben bei Einsätzen in Deutschland im vergangenen Jahr elf Menschen erschossen. Wie aus einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht, wurden zudem 28 Menschen verletzt.

Die Todesfälle gehen der Statistik zufolge allesamt auf Notwehr oder Nothilfe zurück - Letzteres bezeichnet Fälle, bei denen Polizisten anderen Menschen in Lebensgefahr helfen mussten. Insgesamt richteten Polizisten den Angaben zufolge in 52 Fällen die Schusswaffe gegen Menschen.

Die Zahlen liegen etwas höher als in den Vorjahren. 2015 starben zehn Menschen, weitere 22 wurden verletzt. 2014 waren es sieben Tote und 30 Verletzte, und im Jahr 2013 waren es nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Statistiken acht Tote und 20 Verletzte.

In Sachsen-Anhalt hatte die Polizei erst am Dienstag einen 28-Jährigen erschossen, als dieser nach einem Familienstreit auf die Beamten feuerte. Auch beim Einsatz von Spezialkräften während der Krawalle am Rande des G20-Gipfels in Hamburg war der Schusswaffengebrauch zur Eigensicherung freigegeben, wie ein SEK-Führer der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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