Seine Freundin soll Schuld sein

Richter zum Angeklagten: „Sie gehören zu den dümmsten Bankräubern Deutschlands“

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Mit diesem Fahndungsfoto suchte die Polizei damals nach dem Täter. Wir haben das Gesicht verpixelt.

In Sachsen musste sich ein gescheiterter Bankräuber verantworten. Vor Gericht jammerte der Angeklagte, dass seine damalige Partnerin ihn zu der Tat getrieben habe. 

Pirna - Der sächsische Amtsrichter Andreas Beeskow urteilte: „Sie gehören eindeutig in die Kategorie ‚dümmster Bankräuber Deutschlands‘“. Tatsächlich war der Überfall von Küchenleiter Sven N. (35) auf eine Sparkasse mehr als stümperhaft geplant. 

Am 23. August überfiel er die Bank in Heidenau, zwischen Dresden und Pirna. Unbewaffnet und unvermummt ging er in die Sparkassen-Filiale, trug als Tarnung lediglich Sonnenbrille und Basecap. Von der Kassierin forderte er 3000 Euro und drohte mit einer Bombe. Daraufhin erhielt er eine Blankokarte für den Geldautomaten, um Bargeld zu ziehen. Dort löste die Karte allerdings den stummen Alarm aus und im Geldschacht lag kein einziger Schein. Der Möchtegern-Bankräuber ergriff die Flucht. 

Vor Gericht jammerte er über seine Ex

Weit kam der kläglich gescheiterte Bankräuber nicht, denn seine Ex-Freundin Claudia L. (27) erkannte ihn auf dem Fahndungsbild und informierte die Polizei.  

Wie die BILD berichtet, gab er nun dieser ehemaligen Partnerin Claudia (27) auch die Schuld für den Überfall. „Ich war pleite, konnte weder den Unterhalt für unser Kind (2) zahlen, noch die Miete. Sie hat mir Druck gemacht. Ich wusste keinen Ausweg“, versuchte er sich vor Gericht zu rechtfertigen. Unter Tränen gab er laut Tag24.de auch noch an, dass er von seiner Ex misshandelt wurde: „Sie wurde handgreiflich, kratzte mich und verpasste mir Ohrfeigen.“ 

Claudia L. räumte vor Gericht ein, dass sie immer der dominante Part in der Beziehung war: „Wenn wir Knatsch hatten, fuhr er oft in eine Gartenlaube in Dresden-Leuben.“ Dort wurde Sven N. auch festgenommen, nachdem sie ihn der Polizei gemeldet hatte.  

Das Urteil: Eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und 1800 Schmerzensgeld für die Sparkassenangestellte.

mag

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