Kampfmittel

Phosphor-Alarm in München: 200 Anwohner müssen Häuser räumen

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Die Anwohner wurden teils in Hotels untergebracht, teils kamen sie bei Freunden unter. Foto: Andreas Gebert

Phosphor. Im Zweiten Weltkrieg wurde er in Brandbomben eingesetzt. Blindgänger und einst gelagerte Munition sind bis heute eine Gefahr, weil sich Phosphor beim Freilegen selbst entzünden kann. Jetzt wurden Reste in München entdeckt.

München (dpa) - Nach dem Fund von gefährlichem Phosphor aus Kampfmitteln des Zweiten Weltkriegs dürfen rund 200 Anwohner in München für voraussichtlich zehn Tage nicht in ihre Häuser.

"Die Räumung ist abgeschlossen, alle sind aus dem Bereich heraus", sagte Feuerwehrsprecher Stefan Kießkalt am Freitag. Die Munitionsreste im Stadtteil Freimann wurden zur Sicherheit mit nassem Sand abgedeckt, um eine Selbstentzündung zu verhindern.

Um welche Menge es sich handelt, war zunächst unklar, ebenso, welche weiteren Chemikalien auf dem Gelände lagern. "Es wird alles noch analysiert. Es handelt sich um verschiedene Munition aus dem Zweiten Weltkrieg", sagte Kießkalt. Ein Sprengmeister hatte den Phosphor am Vortag bei der laufenden Räumung des Geländes unweit der Allianz-Arena entdeckt und daraufhin die Sperrzone von 50 Metern Radius auf 100 Meter ausgeweitet.

Die Anwohner mussten die Häuser in dieser Zone bis 8.00 Uhr am Freitagmorgen verlassen. Anders als an den vorangegangenen Tagen dürfen sie auch am Abend nicht zurückkehren. Sie wurden teils in Hotels untergebracht, teils kamen sie bei Freunden unter. In den nächsten Tagen sollen sie zwischendurch mal das Nötigste aus ihren Wohnungen holen können - Wäsche zum Wechseln oder Medikamente zum Beispiel.

Seit Tagen sind auf dem Gelände Spezialkräfte im Einsatz, weil ein Munitionsdepot mit rund zehn Tonnen Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg geräumt wird.

Mitteilung der Stadt München

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