Europäische Südsternwarte präsentiert 

Bahnbrechende Entdeckung: Gigantische „Gold-Fabrik“ im Weltall

Die Europäische Südsternwarte, kurz ESO, verkündete am Montagnachmittag eine große Entdeckung, die sie mit ihren Teleskopen in Chile gemacht hat. 

Garching - Ein großes Geheimnis machten die Forscher der Europäischen Südsternwarte (ESO) um eine Entdeckung, die nun am Montagnachmittag präsentiert wurde. Aber sie hat es tatsächlich in sich!

In einer Pressemeldung teilt die ESO mit:

Teleskope der ESO in Chile haben zum ersten Mal im sichtbaren Licht eine Quelle von Gravitationswellen vermessen können. Diese Geschichte schreibenden Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Verschmelzung zweier Neutronensterne die Gravitationswellen verursacht hat. Im Zuge der katastrophalen Folgen dieser Art von Verschmelzung — seit langem vorhergesagte Ereignisse, die als „Kilonovae“ bezeichnet werden — werden schwere Elemente wie Gold und Platin im Universum verteilt. Die Entdeckung liefert auch den bisher stärksten Beweis, dass kurzlebige Gammastrahlenausbrüche durch die Verschmelzung von Neutronensternen entstehen.

Lange hatten Forscher darüber gerätselt, wie der begehrte Rohstoff Gold entsteht. Nun scheint der Beweis erbracht, dass Gold bei der Verschmelzung von zwei Neutronensternen entsteht. Und zwar in gigantischen Mengen. Ein Neutronenstern steht am Ende der Entwicklung und stellt damit das Endstadium eines massereichen Sterns dar. Alles Gold, das sich an der Erdoberfläche befindet, gelangte nach der Krustenbildung durch Meteorite auf die Erde oder kam durch vulkanische Prozesse wieder an die Oberfläche.

Hier verschmelzen zwei Neutronensterne - und Gold entsteht

Vorbericht: 

Am Hauptsitz der Europäische Südsternwarte (ESO) wird am Montagnachmittag ab 16 Uhr eine spannende Entdeckung präsentiert. Laut der Pressemitteilung der europäischen Organisation soll es sich um eine „bahnbrechende Entdeckung eines astronomischen Phänomens“ handeln, „das nie zuvor beobachtet wurde“.

Kleine grüne Männchen - oder doch nur etwas, was nur Fachleute verstehen werden? Vieles ist unklar und vor 16 Uhr will die ESO auch nicht mehr verraten. Die Präsentation wird auf der YouTube-Seite der ESO live gezeigt werden. Eröffnet wird die Veranstaltung von Generaldirektor Xavier Barcons, der vom Paranal-Obersvatorium in Chile aus sprechen wird. Anschließend folgen Vorträge verschiedener Vertreter europäischer Forschungsgruppen.

mag/sh

Auch interessant: Chinas Raumstation stürzt auf die Erde und keiner weiß wohin

Die ESO wurde 1962 gegründet und ist ein europäisches Forschungsinstitut, das Teleskope in Chile betreibt. An ihr sind neben Deutschland 15 weitere Länder beteiligt. Der Hauptsitz befindet sich in Garching. 

Video: Glomex

Rubriklistenbild: © ESO, dpa

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