Weil sie einen Heiratsantrag ablehnte

Nach Vergewaltigung: Männer werfen Opfer Hunden zum Fraß vor

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Das Foto stammt von einer Demonstration nach einer Massenvergewaltigung an einem Teenager im Januar 2014 in Indien.

Weil sie den Heiratsantrag von einem der Männer ablehnte, ist eine junge Frau in Indien Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden. Nach der Tat warfen die Männer sie Hunden zum Fraß vor.

Rohtak - Im nordindischen Rohtak ist eine 20-jährige Frau aus dem 50 Kilometer entfernten Sonipat auf dem Rückweg von der Arbeit von mehreren Männern überfallen und vergewaltigt worden, berichtet der Indian Express. Aktuell geht die Polizei von sieben Tätern aus. Die stark entstellte Leiche wurde am 11. Mai im Industriegebiet in Rohtak gefunden, zwei Tage, nachdem die Frau als vermisste gemeldet worden war. Laut Aussage der Polizei sei die Leiche einfach weggeworfen worden, wo schließlich Straßenhunde begonnen hätten, an ihrem Körper zu nagen.

Dr. S. K. Dhatterwal, Leiter der Abteilung für forensische Medizin am Post Graduate Institute of Medical Sciences (PGIMS) in Rohtak, der die Autopsie an der Leiche durchführte, sagte der Zeitung, alles spreche für „eine brutale Vergewaltigung und Mord“. Das Gesicht der Frau sei „mit einem schweren, stumpfen Gegenstand zertrümmert“ worden, und auch der restliche Körper der Frau weise starke Verletzungen und Knochenbrüche auf. Eine chemische Untersuchung des Mageninhaltes der Frau habe ergeben, dass sie offenbar zuvor mit starken Beruhigungsmitteln betäubt wurde. Zudem weisen Verletzungen im Intimbereich darauf hin, dass der jungen Frau scharfkantige Gegenstände eingeführt wurden, so Dhatterwal weiter. Man warte noch auf die genauen Laborergebnisse.

Körper kaum identifizierbar

Ashwin Shenvi von der Polizei in Sonipat sagte dem Indian Express, dass mittlerweile zwei Hauptverdächtige festgenommen wurden. Nach einem Gespräch mit der Familie der jungen Frau sei man aber auf der Suche nach fünf weiteren Tätern. Der Körper sei so stark verstümmelt gewesen, dass die Eltern der Frau ihre Tochter nur noch anhand der Kleidung hätten erkennen können. Durch das zertrümmerte Gesicht, das heiße Wetter und die Angriffe vermutlich einiger Straßenhunde sei der Körper zur Identifikation zunächst nicht geeignet gewesen.

Laut Aussage der Mutter habe einer der nun Festgenommenen ihre Tochter immer weider belästigt. Er habe ihr sogar einen Heiratsantrag gemacht, den sie aber ablehnte. Etwa eine Woche vor der Tat habe der Beschuldigte die Frau bereits einmal nach der Arbeit abgefangen, um sie zu zwingen, sein Angebot anzunehmen. Damals habe die junge Frau sich aber noch selbst befreien können. Der Beschuldigte gab in einem Verhör bereits zu, dass er und der zweite Beschuldigte die Frau daraufhin einige Tage später erneut abgefangen, sie vergewaltigt und mit einem Stein erschlagen hätten.

Ob die Geschichte sich tatsächlich so abgespielt hat und es noch fünf weitere Täter gibt, wie die Familie behauptet, ist beim derzeitigen Stand der Ermittlungen allerdings noch nicht gesichert.

Immer wieder schlimme Fälle in Indien

Immer wieder kommt es in Indien zu schweren Vergewaltigungen mit oftmals mehreren Tätern. Erst vor kurzem beschloss die indische Regierung, künftig härter gegen die Täter vorzugehen. Anfang Mai wurden vier Männer zum Tode verurteilt, weil sie vor knapp viereinhalb Jahren eine 23-jährige Studentin so schwer misshandelten, dass die Frau später ihren Verletzungen erlag. Zuvor hatte sie die Täter jedoch identifizieren können. 

Offiziell gab es im Jahr 2015 34.651 gemeldete Vergewaltigungen in Indien, davon 2199 allein in der Hauptstadt Neu-Delhi. Dies bedeutet, dass in Neu-Delhi durchschnittlich alle vier Stunden eine Frau Opfer einer Vergewaltigung wird. Viele der Taten enden tödlich. Experten zufolge soll die Dunkelziffer der Vergewaltigungsfälle allerdings deutlich höher liegen, da eine solche Tat immer in Indien noch immer als Schande für Opfer und Familie angesehen wird und die Opfer sich aus Scham und Angst oftmals nicht an die Polizei wenden. Über 10.000 offizielle Vergewaltigungen werden an minderjährigen Frauen begangen. Ein Gericht erlaubte vergangene Woche, dass ein zehnjähriges Mädchen ein Kind abtreiben dürfe, das durch die mehrmalige Vergewaltigung durch seinen Stiefvater gezeugt worden war.

kah

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